Erneut Proteste in Wien am Wochenende

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Als Fort­set­zung der teil­neh­mer­star­ken Aktio­nen der letz­ten Wochen zogen am Sams­tag, den 04.12.2021, erneut zehn­tau­sen­de Men­schen durch die Innen­stadt von Wien gegen das Coro­na-Regime und die bevor­ste­hen­de Impf­pflicht in Öster­reich um den Ring.

Die genaue Teil­neh­mer­zahl ist unbe­kannt. Schät­zun­gen sehen aber eine ähn­li­che Zahl an Demons­tran­ten wie vor zwei Wochen. Damals dürf­ten es rund 150.000 Men­schen gewe­sen sein. Wäh­rend unter ande­rem die FPÖ wie gewohnt zum Hel­den­platz mobi­li­sier­te, sam­mel­ten sich auch am Schwar­zen­berg­platz rund um die Ver­an­stal­tung der Par­tei MFG tau­sen­de Menschen.

Der Groß­teil, so schien es, war aber nicht gekom­men, um par­tei­po­li­ti­sche Unter­stüt­zung kund­zu­tun. Es galt, die seit Mona­ten exis­tie­ren­den und sich noch zu ver­schär­fen­den poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Abgrün­de und den Wider­wil­len dage­gen sicht­bar zu machen. Schon am Vor­mit­tag hat­ten sich bereits meh­re­re hun­dert Men­schen bei der aus­tra­li­schen Bot­schaft zusam­men­ge­fun­den, um ihre Soli­da­ri­tät mit den Men­schen in Down-Under zu bekunden.

Inspi­ra­ti­on

In den Momen­ten vor dem gro­ßen Umzug konn­te man auf der Ring­stra­ße kurz­zei­tig eine ganz beson­de­re Stim­mung erle­ben: Auf der gesperr­ten, mehr­spu­ri­gen Fahr­bahn zogen unzäh­li­ge Men­schen in ver­schie­de­ne Rich­tun­gen, Musik war zu hören. Inmit­ten die­ser – im posi­ti­ven Sinn – plan­lo­sen und unko­or­di­nier­ten Sze­ne­rie »ver­zier­te« ein ein­zel­nes Poli­zei­au­to eine Kreu­zung, an der weni­ge Minu­ten spä­ter zehn­tau­sen­de Men­schen vorbeizogen.

Destruk­ti­on

Im Vor­feld wur­den Stör­ak­tio­nen und Gegen­de­mons­tra­tio­nen ange­kün­digt. Tasäch­lich gelang es den Ver­tei­di­gern des auto­ri­tä­ren Maß­nah­men­re­gimes nicht, auch nur in die Nähe der Pro­tes­te zu gelan­gen. Statt­des­sen wur­de es ihnen gestat­tet, in einem ande­ren Bezirk durch die Gas­sen zu marodieren.

Nach den ver­gan­ge­nen Wochen mit star­ken Zei­chen der Demo­kra­tie­be­we­gung in Wien und ganz Öster­reich wird es von Mal zu mal sicht­ba­rer: Hier steht der Quer­schnitt der Bevöl­ke­rung auf der Stra­ße – und nicht der »Blind­darm«, den man mit­tels men­schen­ver­ach­ten­der, tota­li­tä­rer Retho­rik her­aus­zu­schnei­den versucht.

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