Covid-Dünnpfiff auf Pseudo-Marx à la Vighi mit roher Kriegserklärung Luxemburgischer Art – Vorspeise

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Covid-Dünnpfiff auf Pseudo-Marx à la Vighi mit roher Kriegserklärung Luxemburgischer Art

Vor­spei­se:

Mäch­te des Bösen

Pan­de­mie oder Plandemie?

Real- und Finanzwirtschaft

So oder so: Reich­tums- und Machterhalt

Haupt­spei­se:

Ver­schwö­rungs- und Wirtschaftstheorien

Finanz­re­gime durch Arbeitsmangel?

Auto­ma­ti­sie­rung

Gol­de­ne Kälber

Kon­sum Lohnabhängiger

Nach­spei­se:

Ende des Kapitalismus

Neue Welt­ord­nung und Krieg

Aus­weg mit kol­lek­ti­vis­ti­schem und indi­vi­dua­lis­ti­schem Rand

Mächte des Bösen

Für wohl jede Art Welt­la­ge lässt sich eine Men­schen­grup­pe zusam­men­stel­len, die (a) Nut­zen aus der Lage zieht, (b) genü­gend Ein­fluss besitzt, um die Lage prak­tisch her­bei­ge­führt haben zu kön­nen, und (c) Mit­glie­der auf­weist, deren öffent­li­che Äuße­run­gen sich so inter­pre­tie­ren las­sen, dass sie die Lage her­bei­füh­ren wollten.

Meis­tens ent­steht der Bedarf, eine für die Welt­la­ge ver­ant­wort­lich zu machen­de Grup­pe zusam­men­zu­stel­len, dann, wenn die Welt­la­ge mies ist. Daher ver­kör­pert eine für eine Welt­la­ge ver­ant­wort­lich gemach­te Grup­pe meis­tens Böses und stellt sich kaum die Fra­ge, wes­halb die­sel­be Grup­pe denn nicht genau­so­gut für vor­an­ge­hen­de güns­ti­ge­re Welt­la­gen ver­ant­wort­lich zu machen wäre. Aus­we­ge aus der mie­sen Welt­la­ge bestehen pas­sen­der­wei­se dar­in, die Grup­pe, den Ein­fluss ihrer Mit­glie­der auf die Welt­la­ge oder ihre Mit­glie­der zu beseitigen.

Nach wel­chen Kri­te­ri­en eine ver­ant­wort­lich zu machen­de Grup­pe zusam­men­ge­stellt wird, hängt vom Den­ken der­je­ni­gen ab, die die Grup­pe zusam­men­stel­len. Wer für die Ent­ste­hung von Welt­la­gen öko­no­mi­sche Ver­hält­nis­se als wesent­lich und Kul­tur, Reli­gi­on, Blut und Boden und alles ande­re als neben­säch­lich bis irre­al betrach­tet, bil­det weni­ger wahr­schein­lich ein »Welt­ju­den­tum« als für die mie­se Welt­la­ge ver­ant­wort­lich zu machen­de Gruppe.

Unter poli­tisch links ste­hen­den Kri­ti­ke­rin­nen[1] der gegen­wär­ti­gen Dik­ta­tur­ent­wick­lung – »Coro­na-Maß­na­men« genannt – fin­det zur Zeit der Pro­fes­sor für Kri­ti­sche Theo­rie, Fabio Vighi, mit einer nicht-anti­se­mi­ti­schen Zusam­men­stel­lung Anklang, die er wie folgt umschreibt:

  • »die­je­ni­gen, die im Kon­troll­raum sitzen«
  • »unse­re Finanzherren«
  • »die Eli­ten«
  • »die wirt­schaft­lich-finan­zi­el­le Macht«, die durch »Regie­run­gen, Gesund­heits­be­hör­den und Medi­en« »spricht«
  • »unse­re poli­ti­schen Macht­ha­ber, gesteu­ert von den Finanz­eli­ten« [2]

Zusam­men­ge­fasst haben die­je­ni­gen, die über die größ­te Wirt­schafts­macht ver­fü­gen, die gegen­wär­ti­ge Welt­la­ge herbeigeführt.

Da kaum etwas in der Gesell­schaft nicht durch irgend­ein Tun von Men­schen ver­ur­sacht wird, klingt das recht plau­si­bel – plau­si­bler jeden­falls als eine Behaup­tung, die­je­ni­gen, die über die zweit­größ­te Wirt­schafts­macht ver­fü­gen, hät­ten die gegen­wär­ti­ge Welt­la­ge herbeigeführt.

Laut Vighi führ­ten die­je­ni­gen, die über die größ­te Wirt­schafts­macht ver­fü­gen, die gegen­wär­ti­ge Welt­la­ge her­bei, indem sie die dazu nöti­gen Gesell­schafts­be­rei­che für ihre Zwe­cke instru­men­ta­li­sier­ten. Auch das klingt plau­si­bel. Wie anders hät­ten sie die gegen­wär­ti­ge Welt­la­ge her­bei­füh­ren können?

Pandemie oder Plandemie?

»Die Eli­ten«, so erklärt Vighi wei­ter, haben nach einem »bereits Mona­te im Vor­aus« geschmie­de­ten Plan einen Gesund­heits­not­stand insze­niert, um unter des­sen Deck­man­tel durch Erzeu­gung enor­mer Geld­men­gen (vor­erst) »eine dro­hen­de Kern­schmel­ze« auf den Finanz­märk­ten ver­hin­dern zu kön­nen. Einen Deck­man­tel benö­tig­ten sie, um die Inflation

kurz­fris­tig ein­zu­däm­men, da die […] Angst­kam­pa­gnen die Aus­ga­ben und den Kon­sum dämp­fen und ver­hin­dern, dass die rie­si­ge Geld­men­ge, die in den Finanz­sek­tor gepumpt wird, als rea­le Nach­fra­ge in der Wirt­schaft zirkuliert.

Eigens eine Pan­de­mie insze­nie­ren, um in wirt­schaft­li­chen Kri­sen­zei­ten Aus­ga­ben und Kon­sum zu dämp­fen? Pas­siert sowas nach kapi­ta­lis­ti­scher Mecha­nik in wirt­schaft­li­chen Kri­sen­zei­ten nicht sowieso?

In wel­chem Umfang könn­te ange­sichts der Geld­men­gen­ver­hält­nis­se von Real- und Finanz­wirt­schaft eine Dämp­fung des Mas­sen­kon­sums die Infla­ti­ons­ge­fahr sen­ken? In einem grö­ße­ren als die P(l)andemie sie erzeugt?

Explo­si­on der für Waren­käu­fe bereit­ste­hen­den Geld­men­ge (M2) des US-Dol­lars seit März 2020 Quel­le: Board of Gover­nors of the Federal Reser­ve Sys­tem (US)
Preis­ent­wick­lung in Deutsch­land: Kurz­zei­ti­ge Preis­sen­kun­gen in ande­ren Berei­chen wir­ken sich nicht auf die Ver­brau­cher­prei­se aus. Letzt­lich beschleu­nig­ten die »Coro­na-Maß­nah­men« den Preis­an­stieg in allen Berei­chen. Quel­le: © Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt 2022

Dient die Corona‑P(l)andemie, wenn sie auch zur Dämp­fung von Aus­ga­ben und Kon­sum über­flüs­sig ist und die Infla­ti­ons­ge­fahr nicht senkt, wenigs­tens dazu, die übli­cher­wei­se mit Wirt­schafts­kri­sen ver­bun­de­nen sozia­len Unru­hen einzudämmen?

Ein Blick in die Welt zeigt, dass auch dies­be­züg­lich nur pas­siert, was in Wirt­schafts­kri­sen üblich ist: Dort, wo Kon­sum- und Pro­duk­ti­ons­ein­brü­che durch staat­li­che Ein­grif­fe unge­nü­gend abge­fe­dert wer­den, kommt es zu sozia­len Unru­hen. Dort, wo Kon­sum- und Pro­duk­ti­ons­ein­brü­che durch staat­li­che Ein­grif­fe aus­rei­chend abge­fe­dert wer­den, bleibt es rela­tiv ruhig.

Regie­run­gen bzw. ihre »Finanz­her­ren« kön­nen Kon­sum- und Pro­duk­ti­ons­ein­brü­che nur unter gewis­sen Bedin­gun­gen aus­rei­chend abfe­dern, wol­len sie nicht ledig­lich den wirt­schaft­li­chen Zusam­men­bruchs beschleu­ni­gen. Fehlt ein pro­duk­ti­ver Staats­sek­tor oder ist er rela­tiv klein, blei­ben ihnen zur Abfe­de­rung im Grun­de genom­men nur Geld­ver­ga­ben an nicht arbei­ten­de Lohn­ab­hän­gi­ge und untä­ti­ge Mit­tel­ständ­le­rin­nen. Die­se erhö­hen deren zah­lungs­fä­hi­ge Nach­fra­ge nach Waren, ohne das Waren­an­ge­bot zu erhö­hen. Nor­ma­ler­wei­se wür­den sol­che Geld­ver­ga­ben sofort durch Preis­in­fla­ti­on neu­tra­li­siert. Zwar gibt es mehr Geld, doch da sich die­ses Geld als Nach­fra­ge auf eine gleich geblie­be­ne Waren­men­ge bezieht, stei­gen die Waren­prei­se bzw. ver­liert die Geld­ein­heit an Wert.

Das Geld, das wir beim Kauf für eine Ware aus­ge­ben müs­sen, ist ihr Preis. Abhän­gig von Ange­bot und Nach­fra­ge, Geld­men­gen und ande­rem mehr ändern sich die Prei­se der Waren. Der Waren­wert, d. h. grob nach Marx die zur Wie­der­stel­lung einer Ware nöti­ge durch­schnitt­li­che Arbeits­men­ge, ändert sich dadurch nicht. Nur weil sich der Waren­wert durch Preis­än­de­run­gen nicht ändert, kön­nen Preis­än­de­run­gen eine regu­lie­ren­de Wir­kung auf das Waren­an­ge­bot haben. Ent­spricht ein Preis bei­spiel­wei­se in Fol­ge man­geln­der Nach­fra­ge weni­ger als dem Wert einer Ware, wird die Pro­duk­ti­on die­ser Ware ent­mu­tigt. Kapi­ta­lis­tin­nen kom­men beim Ver­kauf nicht auf »ihre Kos­ten« und suchen ande­re Kapi­tal­an­la­gen, um aus ihrem Geld mehr Geld zu machen. Mehr Wert reprä­sen­tiert die­ses Mehr an Geld nur, wenn an irgend­ei­ner Stel­le zusätz­li­che Arbeit geleis­tet wird.

Geld­mas­sen, die nicht als Nach­fra­ge nach Waren erschei­nen, in denen Arbeit ver­ge­gen­ständ­licht ist, die sich ins­be­son­de­re auf den Finanz­märk­ten her­um­wäl­zen, ver­kom­pli­zie­ren die Din­ge. Wer­den Finanz­märk­te durch »Geld­dru­cken« geflu­tet, ver­än­dert dies zunächst die Prei­se irgend­wel­cher Wert­pa­pie­re. Auf die Prei­se wert­hal­ti­ger Waren, die Nor­mal­bür­ge­rin­nen nach­fra­gen, wirkt sich dies unter bestimm­ten Bedin­gun­gen aus, im Euro­raum beson­ders spür­bar z. B. bei den Mie­ten oder – bereits vor den anti-rus­si­schen Sank­tio­nen – bei den Gaspreisen.

Bei welt­wirt­schaft­lich bevor­zug­ten Wäh­run­gen wie dem US-Dol­lar und dem Euro kann die infla­tio­nä­re Wir­kung, die Geld­ver­ga­ben an nicht arbei­ten­de Lohn­ab­hän­gi­ge und untä­ti­ge Mit­tel­ständ­le­rin­nen auf Waren­prei­se haben, gebremst wer­den. Mit­glie­der ande­rer Wäh­rungs­räu­me benö­ti­gen US-Dol­lars und Euros zum Kauf wich­ti­ger Waren und für Schul­den­rück­zah­lun­gen, so dass die­se Wäh­run­gen nicht so viel an Wert ver­lie­ren, wie sie es ange­sichts der »Geld­dru­cke­rei« »ver­dient« hät­ten. Um ein paar Ecken her­um wird das Ver­hält­nis der in ex- und impor­tier­ten Waren ver­ge­gen­ständ­lich­ten Arbeit zu Unguns­ten ande­rer Wäh­rungs­räu­me verschoben.

Nach Keynes und auch nach prak­ti­schen Erfah­run­gen kön­nen Geld­ver­ga­ben, die die Nach­fra­ge nach Waren för­dern, Pro­duk­tio­nen grö­ße­rer Waren­men­gen anre­gen, wodurch die Infla­ti­on abge­schwächt oder ver­mie­den wird. Aber bei Geld­ver­ga­ben zum Aus­gleich von »Coro­na-Maß­nah­men«, die Arbeits­ein­stel­lun­gen beinhal­ten, kommt es dazu nicht.

Wenn die »Coro­na-Maß­nah­men« geeig­net sind, sozia­le Unru­hen ein­zu­däm­men, dann nur, inso­fern sie von Geld­ver­ga­ben beglei­tet sind, die hier und/​oder da die Infla­ti­on antreiben.

Um die Geld­po­li­tik von Zen­tral­ban­ken der bevor­zug­ten Wäh­run­gen zu recht­fer­ti­gen oder durch­set­zen zu kön­nen, wird kei­ne P(l)andemie benö­tigt. Denn ohne die­se Geld­po­li­tik wür­de der welt­ka­pi­ta­lis­tis­ti­sche Laden unkon­trol­liert zusam­men­kra­chen, wor­an vor­erst nie­mand inter­es­siert ist. Wei­te­rer Recht­fer­ti­gung durch Viren­ängs­te bedarf die­se Geld­po­li­tik trotz ihres abseh­ba­ren Schei­terns nicht. Ehe es nicht zu einer grund­le­gen­de Ände­rung des Welt­wäh­rungs­sys­tems kommt, bleibt sie alternativlos.

Real- und Finanzwirtschaft

An ande­rer Stel­le schreibt Vighi zum wirt­schaft­li­chen Nut­zen, den »die wirt­schaft­lich-finan­zi­el­le Macht« mit der P(l)andemie anstrebt:

Das über­ge­ord­ne­te Ziel scheint mir die kon­trol­lier­te Zer­stö­rung der pro­duk­ti­ven Wirt­schaft und ihrer frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Infra­struk­tur zu sein, die es u. a. ermög­licht, mehr Kapi­tal aus der Real­wirt­schaft abzu­schöp­fen und in die Finanz­märk­te zu lenken.

Falls es eine »pro­duk­ti­ve Wirt­schaft« gibt, die mit einer »frei­heit­lich-demo­kra­ti­schen Infra­struk­tur« ver­bun­den ist, wird sie bereits seit Jahr­zehn­ten in kon­trol­lier­ter Wei­se zer­stört: durch Umzug in Gegen­den, wo ihr kei­ne »frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Infra­struk­tur« huma­ni­tä­re und öko­lo­gi­sche Schwie­rig­kei­ten berei­tet. Eine P(l)andemie braucht es dazu nicht.

Wes­halb soll­te es außer­dem nötig sein, eigens durch eine P(l)andemie »aus der Real­wirt­schaft« Kapi­tal »in die Finanz­märk­te zu len­ken«? Mit »Kapi­tal« kann in die­sem Zusam­men­hang nur Geld gemeint sein. Bag­ger und Bau­ar­bei­te­rin­nen machen sich auf Finanz­märk­ten schlecht.

Abge­se­hen davon, dass den Finanz­märk­ten die­ser Tage das Geld per Tas­ten­druck zuströmt, so dass »die Real­wirt­schaft« für die­sen Zweck nicht »abge­schöpft« zu wer­den braucht, strömt in wirt­schaft­li­chen Kri­sen­zei­ten das Geld nach kapi­ta­lis­ti­scher Mecha­nik wie von selbst aus der unren­ta­blen Pro­duk­ti­on in die Finanz­märk­te. Das war schon vor Ent­de­ckung – oder Erfin­dung? – von Viren so. Zum Bei­spiel vor 140 Jah­ren in Frankreich:

Als Fol­ge­er­schei­nung des wirt­schaft­li­chen Still­stan­des und der Geld­flüs­sig­keit ergab sich der schnel­le Rück­gang des all­ge­mei­nen Zins­fu­ßes, was eine andau­ern­de Auf­wärts­be­we­gung der Effek­ten­kur­se [Wert­pa­pier­kur­se] her­vor­rief. Dies lenk­te die Auf­merk­sam­keit der Kapi­tal­be­sit­zer auf die Gewin­ne hin, die an der Bör­se zu erzie­len waren. Die Spe­ku­la­ti­ons­wut erwach­te, man erwarb die Papie­re nicht um des Zin­ses wil­len, son­dern um die Dif­fe­renz­ge­win­ne ein­zu­heim­sen […]. Bald kam aber die Panik und eine der schlimms­ten Kri­sen der fran­zö­si­schen Wirt­schafts­ge­schich­te (1882). [3]

Ähn­li­ches geschah Ende der 1920er in grö­ße­ren Dimensionen:

Das wesent­li­che Phä­no­men des Wirt­schafts­jah­res 1927 ist dar­in zu erbli­cken, daß Indus­trie und Han­del ihre Pro­duk­ti­on abneh­men, ihre Umsät­ze sin­ken und ihre Pro­fi­te zusam­men­schrump­fen sahen; die ver­min­der­ten Umsät­ze und die gerin­ge­re Pro­duk­ti­on machen einen Teil des Kapi­tals frei, wel­ches den Ban­ken […] zufließt. Dort­hin flie­ßen die aus der Indus­trie erziel­ten Pro­fi­te, für wel­che kei­ne neu­en Anla­ge­mög­lich­kei­ten in Indus­trie und Han­del bestehen. […] ›Im Gegen­satz zu den Rück­gän­gen in der Indus­trie und im Han­del ist ein Über­fluß an ver­füg­ba­ren Kre­di­ten bil­li­ges Geld.‹ Durch die­se Lage ist die Dis­kont­po­li­tik des Federal Reser­ve Board [Zins­po­li­tik der US-ame­ri­ka­ni­schen Zen­tral­bank] bedingt. […] man ermä­ßigt die Zins­sät­ze. [4]

Heu­te geschieht das­sel­be in noch grö­ße­ren Dimen­sio­nen. Vighi erklärt damit die Corona-Politik:

Der Akti­en­markt brach (im März 2020) nicht zusam­men, weil Lock­downs ver­hängt wer­den muss­ten; viel­mehr muss­ten Lock­downs ver­hängt wer­den, weil die Finanz­märk­te zusam­men­bra­chen. Die Sper­run­gen [im Ori­gi­nal: lock­downs] führ­ten zur Aus­set­zung von Geschäfts­trans­ak­tio­nen, wodurch die Nach­fra­ge nach Kre­di­ten sank und die Anste­ckung gestoppt wur­de. Hät­te die enor­me Men­ge an Liqui­di­tät, die in den Finanz­sek­tor gepumpt wur­de, die Trans­ak­tio­nen vor Ort erreicht, wäre ein mone­tä­rer Tsu­na­mi mit kata­stro­pha­len Fol­gen aus­ge­löst worden.

Dar­an, dass zumin­des­tens die Finanz­märk­te des Glo­ba­len Nor­dens vor Coro­na am Ran­de eines Abgrun­des stan­den, hegen die wenigs­ten, die sich kri­tisch mit ihnen befas­sen, Zwei­fel. Bezüg­lich der Effek­te der »Coro­na-Maß­nah­men« auf die Finanz­märk­te ent­ste­hen jedoch Fragen.

Nach daten­ge­stütz­ten Quel­len des Estab­lish­ments haben die Coro­na-Lock­downs die Nach­fra­ge nach Kre­di­ten gestei­gert, nicht gesenkt. Im real­wirt­schaft­li­chen Bereich kam es zwi­schen März und Juni 2020 zu einer Kre­dit­ex­plo­si­on, an der vie­le heu­te noch knab­bern wer­den. In den Finanz­sek­tor muss­te noch mehr Geld gepumpt wer­den als ohne­hin schon. Grob zusam­men­ge­fasst wur­den die Finanz­märk­te durch die Coro­na-Poli­tik beun­ru­higt; dor­ti­ge Trans­ak­tio­nen und Risi­ken nah­men zu. Das scheint ver­ständ­lich: Zur sowie­so bestehen­den wirt­schaft­li­chen kam eine wei­te­re epi­de­mio­lo­gisch-poli­ti­sche Unsi­cher­heit hin­zu.[5]

Wenn nicht zur vor­läu­fi­gen Sta­bi­li­sie­rung der Finanz­märk­te: Dient die P(l)andemie dann viel­leicht dazu, übli­cher­wei­se mit Wirt­schafts­kri­sen ver­bun­de­ne poli­ti­sche Unru­hen einzudämmen?

Momen­tan erzeugt gera­de die Coro­na-Poli­tik, je kon­se­quen­ter sie durch­ge­zo­gen wird, umso grö­ße­re poli­ti­sche Unru­hen. Mit ande­rer Pro­pa­gan­da und Mas­sen­ge­hirn­wä­sche lie­ße sich wahr­schein­lich mehr Ruhe errei­chen. Wes­halb wer­den ins­be­son­de­re durch opfer­rei­che Mas­sen­sprit­zun­gen Tei­le der Bevöl­ke­rung miss­trau­isch gemacht? Könn­te eine Pro­pa­gie­rung nicht-phar­ma­zeu­ti­scher Maß­nah­men als »ein­zi­ge« Opti­on gegen eine super­ge­fähr­li­che Seu­che nicht effek­ti­ver sein? Wür­de dies zur Spal­tung der Gesell­schaft und damit Schwä­chung poli­ti­scher Wider­stän­de nicht genü­gen? Könn­ten »die Eli­ten« nicht zugleich gewis­sen Phar­ma­un­ter­neh­men Mil­lio­nen und Mil­li­ar­den aus der Geld­dru­cker­pres­se für »For­schungs­zwe­cke« in den Arsch schieben?

So oder so: Reichtums- und Machterhalt

Falls wir es mit einer von Anfang an geplan­ten Coro­na-Kam­pa­gne zu tun haben und die Pla­nen­den nicht all­zu bescheu­ert sind, lie­gen zwei Pla­nungs­zie­le nahe:

  • Wirt­schaft­lich:
    Siche­rung von Geld­ka­pi­tal und Zugriffs­rech­ten auf mate­ri­el­le Güter und Arbeits­kraft durch Ver­schul­dung der ein­zi­gen zuver­läs­si­gen Schuld­ner, die es noch gibt: Staa­ten der bevor­zug­ten Wäh­run­gen, die sich vor­aus­sicht­lich nicht als zah­lungs­un­fä­hig erklä­ren wer­den und die in der Lage sind, ande­re Staa­ten zu zwin­gen, eben­falls Schul­den­rück­zah­lun­gen zu leis­ten, anstatt die Schuld­schei­ne plat­zen zu las­sen. Gewis­se Phar­ma­in­dus­tri­el­le sacken im Ver­gleich zu die­sen Ein­nah­me­mög­lich­kei­ten Klein­geld ein.
  • Poli­tisch:
    Errich­tung einer welt­wei­ten Dik­ta­tur mit Total­über­wa­chung und Staats­zu­griff auf alle mensch­li­chen Kör­per. Im Fall eines wirt­schaft­li­chen Zusam­men­bruchs wer­den »die Eli­ten« eine nach­hal­ti­ge, kör­per­be­zo­ge­ne Dik­ta­tur benö­ti­gen, um auf län­ge­re Sicht »Eli­ten« blei­ben zu kön­nen. Die mRNA-Behand­lun­gen schei­nen dafür wich­tig genug zu sein, um grö­ße­ren Wider­stand zu provozieren.

Falls die Coro­na-Sache nicht geplant war, steu­ert ihre gegen­wär­ti­ge, aus wel­chen Grün­den auch immer statt­fin­den­de Hand­ha­bung eben­falls auf die­se Punk­te zu: Schuld­skla­ve­rei der Staa­ten; Dik­ta­tur; Reich­tums- und Macht­er­halt von »Eli­ten«, die zu nichts zu gebrau­chen sind. Die mRNA-Behand­lun­gen könn­ten in die­sem Fall auf pro­fa­ne Kor­rup­ti­on zurück­zu­füh­ren sein. Es wäre nicht das ers­te Mal, dass Ver­ant­wort­li­che von Phar­ma­un­ter­neh­men in Zusam­men­ar­beit mit Regie­rungs­ver­ant­wort­li­chen gesun­de Men­schen töten. Neu ist nur, dass sie es auch in Euro­pa tun.

Ein ers­ter Schritt zur Aus­deh­nung neo­ko­lo­nia­lis­ti­scher Behand­lungs­me­tho­den auf Natio­nen der »west­li­chen Wer­te­ge­mein­schaft« wur­de vor rund 10 Jah­ren mit der Finanz­ver­wal­tung über Grie­chen­land getan. Die­se Finanz­ver­wal­tung sorg­te bei rund 20 % der grie­chi­schen Bevöl­ke­rung für Man­gel­er­näh­rung und durch den Rück­bau des Gesund­heits­sys­tems und ande­res mehr für nicht weni­ge Todes­op­fer.[6]

Obschon im Coro­na-Nicht­pla­nungs­fall ziem­lich das­sel­be her­aus­kommt wie im Coro­na-Pla­nungs­fall, ist die Pla­nungs­fra­ge wich­tig. Um einen Feind effek­tiv und mit mög­lichst wenig Opfern bekämp­fen zu kön­nen, soll­te man ihn ken­nen und sei­ne Akti­vi­tä­ten vor­aus­se­hen können.

Eine posi­ti­ve Ant­wort auf die Pla­nungs­fra­ge kann Illu­sio­nen för­dern, rol­len­de Köp­fe wür­den genü­gen, um die Din­ge in Ord­nung zu brin­gen. Eine nega­ti­ve Ant­wort auf die Pla­nungs­fra­ge kann Illu­sio­nen för­dern, her­kömm­li­ches Vor­ge­hen in Form von Mas­sen­pro­tes­ten, Auf­klä­rung, Wah­len, Gerichts­pro­zes­sen wür­den genü­gen, um die Din­ge in Ord­nung zu brin­gen, wäh­rend der »Tie­fe Staat« viel­leicht schon bereit steht, die dafür Ein­tre­ten­den, sobald sie zu erfolg­reich wer­den, mit aller Här­te zu unter­drü­cken. Logis­tisch und phy­sisch wären die Staats­ge­wal­ten moder­ner Indus­trie­na­tio­nen dazu ohne Wei­te­res befä­higt, ideell alle­mal. Eine Pro­pa­gan­da, die es Regie­run­gen ermög­licht, im Wider­spruch zu öffent­lich zugäng­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen Kin­der quä­len und sogar tot­sprit­zen zu las­sen, ohne dafür gestürzt zu wer­den, könn­te mit Baga­tel­len wie Mas­sen­ver­haf­tun­gen von sowie­so schon ent­rech­tungs­wür­di­gen Unter­men­schen locker klar kommen.

Wer auf den Begriff der Ver­schwö­rungs­theo­rie her­ein­ge­fal­len ist, darf die Pla­nungs­fra­ge selbst­re­dend nicht stel­len. Bedeu­tet aber ande­rer­seits eine vor­läu­fig als nicht nach­weis­bar ange­se­he­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie, der Illu­si­on zu ver­fal­len, »dass Regie­run­gen, Gesund­heits­be­hör­den und Medi­en unab­hän­gig von­ein­an­der han­deln«, wie Vighi andeu­tet? Gibt es zwi­schen »Regie­run­gen, Gesund­heits­be­hör­den und Medi­en« nicht auch nicht-ver­schwö­re­ri­sche Zusam­men­hän­ge, die eini­ges erklä­ren könn­ten? Exis­tiert ein alles kon­trol­lie­ren­der »Kon­troll­raum« oder gibt’s viel­leicht meh­re­re, deren Besat­zun­gen teil­wei­se gegen­sätz­li­che Zie­le ver­fol­gen? Sind »unse­re Finanz­her­ren« und »die Eli­ten« viel­leicht nur von einer Zei­ten­wen­de zusam­men­ge­weh­te Räu­be­rin­nen­ban­den mit Ziel­vor­stel­lun­gen, die die Nasen­län­gen­sum­me ihrer Mit­glie­der nicht überschreiten?

Verweise

[1] Auf­grund von Beschwer­den gegen gro­ße »Is«, Unter­stri­che und Dop­pel­punk­te wird in die­sem Text meis­tens das gene­ri­sche Femi­ni­num ver­wen­det. For­schun­gen zei­gen, dass das gene­ri­sche Mas­ku­li­num bei deut­schen Eltern­sprach­le­rin­nen von der mas­ku­li­nen Bedeu­tung über­wäl­tigt wird. (Ana­tol Ste­fa­no­witsch: Frau­en natür­lich aus­ge­nom­men. Sci­Logs 14.12.2011)

[2] Alle Zita­te ohne beson­de­re Quel­len­an­ga­be in die­sem Auf­satz sind aus Fabio Vighi nach einer Über­set­zung von Peter F. May­er: Die Hin­ter­grün­de der Pan­de­mie – eine Ana­ly­se von Prof. Fabio Vighi, TKP 30.12.2021, und Fabio Vighi: Rote Pil­le oder blaue Pil­le? Vari­an­ten, Infla­ti­on und die kon­trol­lier­te Zer­stö­rung der Gesell­schaft. Über­setzt von Peter F. May­er in Die auto­ri­tä­re Offen­si­ve und die per­ver­se Logik des »Pan­de­mie-Kapi­ta­lis­mus«, TKP 7.1.2022

[3] Hen­ryk Gross­mann: Das Akku­mu­la­ti­ons- und Zusam­men­bruchs­ge­setz des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. C. L. Hirsch­feld, Leip­zig 1929, S. 553

[4] Hen­ryk Gross­mann: Das Akku­mu­la­ti­ons- und Zusam­men­bruchs­ge­setz des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems, S. 558f

[5] Sie­he z.B. C Alta­vil­la, F Bar­bie­ro et al.: The gre­at lock­down: pan­de­mic respon­se poli­ci­es and bank len­ding con­di­ti­ons. Euro­pean Cen­tral Bank, Working Paper Seri­es Working Paper Seri­es No 2465 / Sep­tem­ber 2020; D Zhang, M Hu, Q Ji: Finan­cial mar­kets under the glo­bal pan­de­mic of COVID-19. Financ Res Lett. 2020;36:101528. doi:10.1016/j.frl.2020.101528; R Fon­ta­na: Impact of Covid-19 Announ­ce­ments on Finan­cial Mar­kets. iason Ltd. Octo­ber 2021; K Shehzad, L Xia­oxing et al.: COVID-19 and Spillover Effect of Glo­bal Eco­no­mic Cri­sis on the United Sta­tes’ Finan­cial Sta­bi­li­ty. Front. Psy­chol., 26 Febru­a­ry 2021 | https://​doi​.org/​1​0​.​3​3​8​9​/​f​p​s​y​g​.​2​0​2​1​.​6​3​2​175

[6] Loi­se Irvi­ne: What ›aus­teri­ty‹ has done to Greek health­ca­re. open­De­mo­cra­cy 26.1.2015

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