Tod und Verderben – der genetische Code der NATO

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Der Grün­dungs­my­thos der NATO erzählt eine noble Geschich­te von Frei­heit, Huma­ni­tät, Demo­kra­tie und Men­schen­rech­ten. Das ist eine beson­ders dicke Lüge, wie ein Rück­blick auf die schreck­li­chen Ver­bre­chen zeigt, die Mit­glied­staa­ten in den Jah­ren vor der NATO-Grün­dung 1949 began­gen haben.

Vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Anträ­ge Finn­lands und Schwe­dens zur Auf­nah­me in die NATO wird die »Nord­at­lan­ti­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on« auf allen Medi­en­ka­nä­len mit­tels einer obs­zö­nen Geschichts­klit­te­rung als die erfolg­reichs­te Frie­dens­or­ga­ni­sa­ti­on der Welt­ge­schich­te prä­sen­tiert. Unter geschick­ter Aus­las­sung ihrer Ent­ste­hungs­ge­schich­te und des Raub­tier­cha­rak­ters ihrer Grün­dungs­staa­ten spre­chen deut­sche regie­rungs­treue Sen­der und Blät­ter die NATO als Garant von Frei­heit und Demo­kra­tie regel­recht »hei­lig«.

Die­sem Nar­ra­tiv fol­gend war die Grün­dung der NATO 1949 eine abso­lut not­wen­di­ge Ent­schei­dung zur Ver­tei­di­gung der frie­dens- und frei­heits­lie­ben­den west­li­chen Demo­kra­tien, die von der kom­mu­nis­ti­schen Sowjet­uni­on angeb­lich »bedroht« wur­den. Die unan­ge­neh­men his­to­ri­schen Tat­sa­chen fal­len dabei unter den Tisch, z. B. dass die Sowjet­uni­on nach dem Zwei­ten Welt­krieg kei­ne mili­tä­ri­sche Bedro­hung für den Wes­ten dar­stel­len konn­te. Denn die UdSSR, die Uni­on der Sozia­lis­ti­schen Sowjet­re­pu­bli­ken, war aus­ge­blu­tet und von der West­gren­ze bis hin zum Ural fast voll­kom­men zerstört.

Sofort nach Kriegs­en­de hat­te der Kreml des­halb sei­ne Arme­en weit­ge­hend demo­bi­li­siert, denn die Sol­da­ten wur­den als Zivi­lis­ten gebraucht, als Arbei­ter, Tech­ni­ker und Inge­nieu­re für den Wie­der­auf­bau der Dör­fer, Städ­te, Indus­trie­an­la­gen und Infra­struk­tur, die von der Nazi-Sol­da­tes­ka gemäß ihrem Auf­trag, beim Rück­zug nur »ver­brann­te Erde« zu hin­ter­las­sen, dem Erd­bo­den gleich­ge­macht wor­den waren.

Jede halb­wegs objek­ti­ve his­to­ri­sche Ana­ly­se zeigt, dass die Sowjet­uni­on nach dem Zwei­ten Welt­krieg nicht die Kraft und erst recht nicht die Absicht hat­te, einen Krieg gegen den Wes­ten zu füh­ren, zumal hin­ter den West­al­li­ier­ten die gewal­ti­ge Wirt­schafts­macht der voll­kom­men unzer­stör­ten USA stand. Auch waren die Ver­ei­nig­ten Staa­ten Ende 1945 zur unbe­zwing­ba­ren ato­ma­ren Super­macht auf­ge­stie­gen, die mit Hiro­shi­ma und Naga­sa­ki auf grau­sa­me Wei­se demons­triert hat­te, dass sie kei­ne Skru­pel hat­te, mit der neu­en Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fe die Zivil­be­völ­ke­rung von Mil­lio­nen­städ­ten auszulöschen.

Über sol­che Hin­ter­grün­de erfährt der deut­sche Otto Nor­mal­ver­brau­cher nichts. Dazu muss man schon solch exo­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen besu­chen wie die »Euro­päi­sche Frie­dens­kon­fe­renz« vom 14./15. März 2009 in Ber­lin. Vor dem Hin­ter­grund der damals aktu­el­len Bemü­hun­gen der USA, mit einem neu­en stra­te­gi­schen Kon­zept die NATO zur Hilfs­trup­pe der US-Streit­kräf­te bei glo­ba­len Ein­sät­zen zu machen, hat­te z. B. der Kas­se­ler Frie­dens­for­scher Peter Stru­t­yn­ski an die voll­kom­men aus der Luft gegrif­fe­nen Recht­fer­ti­gun­gen zur Grün­dung der NATO erinnert.

Von den selbst­er­klär­ten Qua­li­täts­me­di­en wie ARD, ZDF, Deutsch­land­funk und von den ande­ren Des­in­for­ma­ti­ons­spe­zia­lis­ten im deut­schen Medi­en-Dschun­gel wird dem deut­schen Bür­ger all­täg­lich ein ein­fa­ches poli­ti­sches Welt­bild ser­viert, bei dem die USA/NATO/EU auf der Sei­te der Engel gegen das Böse in der gan­zen Welt kämp­fen, wie zur­zeit hoch­ak­tu­ell auf­sei­ten der ukrai­ni­schen Engel gegen den bösen Putin.

Das Böse taucht im US/­NA­TO-Nar­ra­tiv stets in der Gestalt eines neu­en »Hit­lers« auf, und zwar immer in sol­chen Län­dern, die sich in einem selbst­zer­stö­re­ri­schen Wahn nicht an die US-gemach­te »regel­ba­sier­te Welt­ord­nung« hal­ten. Des­halb müs­sen die USA/NATO die­sen Län­dern mit huma­ni­tä­ren Mili­tär­in­ter­ven­tio­nen hel­fen, ihre Regie­rung zu stür­zen, damit das Land anschlie­ßend in die Gemein­schaft der fried­fer­ti­gen, demo­kra­ti­schen Natio­nen des Wes­tens zurück­keh­ren oder gege­be­nen­falls auf­ge­nom­men wer­den kann.

Schaut man jedoch hin­ter die glit­zern­de Fas­sa­de der von USA/NATO dekla­mier­ten, hoch­mo­ra­li­schen Zie­le, dann erken­nen wir die häss­li­che Mas­ke des gemei­nen Impe­ria­lis­mus, der rund um die Welt mit Wor­ten wie Frei­heit und Demo­kra­tie auf den Lip­pen für die Men­schen nichts ande­res als Tod und Ver­der­ben bringt. Das wird jedem klar, der sich die Taten der wich­tigs­ten Grün­der­staa­ten des Nord­at­lan­ti­schen Bünd­nis­ses in der Zeit von 1945 bis 1949 anschaut. Denn dabei wer­den wir fest­stel­len, dass der all­seits gepfleg­te, noble Grün­dungs­my­thos der NATO eine beson­ders dicke Lüge ist! Aller­dings haben die NATO-Grün­der­staa­ten allen Grund, das, was sie in der Zeit zwi­schen dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges und der NATO-Grün­dung getan haben, mit viel Pro­pa­gan­da-Tam­tam zu vertuschen.

Die wich­tigs­ten Grün­der­län­der der NATO waren das abster­ben­de Bri­ti­sche Impe­ri­um sowie die auf­stei­gen­de Super­macht USA, die sich bereit mach­te, welt­weit in die kolo­nia­len Fuß­stap­fen der Bri­ten zu tre­ten. Eine wei­te­re wich­ti­ge Rol­le spiel­ten die Kolo­ni­al­mäch­te Frank­reich, Bel­gi­en, Nie­der­lan­de und Por­tu­gal. Die klei­ne­ren skan­di­na­vi­schen Staa­ten Däne­mark, Island und Nor­we­gen sowie Luxem­burg und Ita­li­en waren zwar mit von der Par­tie, hat­ten aber eben­so wie Kana­da in der NATO wenig zu sagen, denn dort waren die USA der über­mäch­ti­ge und ton­an­ge­ben­de Partner.

Damals führ­ten die­se Kolo­ni­al­staa­ten rund um den Glo­bus blu­ti­ge Unter­drü­ckungs­krie­ge gegen natio­na­le Befrei­ungs­be­we­gun­gen. Dabei schreck­ten sie von kei­ner Grau­sam­keit zurück, weder vor Mas­sen­exe­ku­tio­nen, wie durch fran­zö­si­sches Mili­tär in Alge­ri­en, noch vor kol­lek­ti­ven Ver­gel­tungs­maß­nah­men in Form von Bom­ben- und Artil­le­rie­über­fäl­len auf die Zivil­be­völ­ke­rung in fried­li­chen Dörfern.

Tod und Verderben liegen von Anfang an im genetischen Code der NATO

Vor 77 Jah­ren, genau zum Kriegs­en­de in Euro­pa am 8. Mai 1945, demons­trier­ten in dem fran­zö­si­schen Kolo­ni­al-Depar­te­ment »Algé­rie« Zehn­tau­sen­de von Alge­ri­ern unter dem Ban­ner »Alge­ri­en den Ara­bern« für »Gleich­heit und Unab­hän­gig­keit«. Es kam zu gewalt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen. Die fran­zö­si­sche Ant­wort war tota­le Repres­si­on. Fran­zö­si­sche Poli­zei- und Mili­tär­ein­hei­ten wur­den von Selbst­ver­tei­di­gungs­mi­li­zen der Kolo­ni­al­fran­zo­sen unter­stützt. Die alge­ri­sche Groß­stadt Sétif und die benach­bar­ten Orte Guel­ma und Kher­ra­ta wur­den an die­sem 8. Mai 1945 Schau­platz eines gewal­ti­gen Mas­sa­kers. Mit unglaub­li­cher Bru­ta­li­tät wur­den zig­tau­sen­de Alge­ri­er erschos­sen oder auf ande­re Wei­se hingerichtet.

Zudem orga­ni­sier­te die fran­zö­si­sche Armee Zere­mo­nien der Unter­wer­fung: Alle Ein­hei­mi­schen muss­ten sich vor der fran­zö­si­schen Fah­ne auf den Boden wer­fen und im Chor wie­der­ho­len: »Wir sind Hun­de.« Meh­re­re Hun­dert Alge­ri­er wur­den selbst nach die­sen plan­vol­len Demü­ti­gun­gen her­aus­ge­grif­fen und ermordet.

Unter­stützt wur­de das fran­zö­si­sche Mili­tär bei den Mord­ak­tio­nen von zivi­len Kolo­nis­ten. Laut einem zeit­ge­nös­si­schen Poli­zei­be­richt rühm­te sich ein fran­zö­si­scher Kolo­nist, per­sön­lich 83 Alge­ri­er (»mer­les«) erschos­sen zu haben. Zugleich bom­bar­dier­ten, beschos­sen und zer­stör­ten fran­zö­si­sche Armee- und Mari­ne­ein­hei­ten rei­hen­wei­se gan­ze Dörfer.

Die »Befrie­dungs­ope­ra­ti­on« ende­te offi­zi­ell am 22. Mai 1945. Das offi­zi­el­le Alge­ri­en spricht heu­te von 45.000 Toten. Man kann davon aus­ge­hen, dass die­se Mas­sa­ker der Aus­gangs­punkt für den 1954 begin­nen­den, nicht weni­ger blu­ti­gen Alge­ri­en­krieg waren. Die­ser been­de­te nach vie­len Jah­ren und bit­te­ren Kämp­fen der alge­ri­schen Frei­heits­kämp­fer die fran­zö­si­sche Kolo­ni­al­herr­schaft im Land. Zugleich sei hier an den »Ers­ten Indo­chi­na-Krieg« erin­nert, den Frank­reich zur Unter­drü­ckung der viet­na­me­si­schen Frei­heits­be­we­gung »Việt Minh« vom 19. Dezem­ber 1946 bis zum 1. Dezem­ber August 1954 geführt hat.

Aber Frank­reich war nicht das ein­zi­ge Land, das unmit­tel­bar vor der Mit­glied­schaft in der NATO in blu­ti­ge Kolo­ni­al­krie­ge ver­wi­ckelt war. Groß­bri­tan­ni­en begann im Rah­men der »Mala­y­an Emer­gen­cy« im Jahr 1948 mit 40.000 bri­ti­schen und aus­tra­li­schen Sol­da­ten und 250.000 loka­len Hilfs­trup­pen einen 12 Jah­re dau­ern­den Krieg zur Unter­drü­ckung der malay­si­schen Frei­heits­be­we­gung. Berich­te über bri­ti­sche Mas­sa­ker sind in offi­zi­el­len Archi­ven ihrer Bri­ti­schen Majes­tät kaum zu fin­den. Aller­dings liegt die Ver­mu­tung nahe, dass die Bri­ten in Malay­sia und in ihren vie­len ande­ren Kolo­nien die dor­ti­gen Frei­heits­be­we­gun­gen nicht weni­ger bru­tal unter­drückt haben als die Fran­zo­sen 1945 in Algerien.

Mit Blick auf die zuneh­men­den Unab­hän­gig­keits­be­stre­bun­gen in den Kolo­nien hat­ten die Bri­ten bereits 1914 ihr »Hand­buch des Mili­tär­rechts«, in dem die Regeln des Krie­ges fest­ge­legt sind, ent­spre­chend geän­dert. In der neu­en Ver­si­on von 1914 wur­de klar gesagt, dass die­se Regeln des Krie­ges nur für Kon­flik­te »zwi­schen zivi­li­sier­ten Natio­nen« gal­ten und dass »sie in Krie­gen mit unzi­vi­li­sier­ten Staa­ten und Stäm­men nicht gelten«.

Die Ver­skla­vung, Unter­drü­ckung, Ver­trei­bung und Ermor­dung gan­zer Bevöl­ke­rungs­tei­le durch die NATO-Grün­der­staa­ten gescha­hen nicht nur in fer­nen Zonen auf der ande­ren Sei­te der Erd­ku­gel, son­dern auch in Euro­pa, und zwar im Fall der mör­de­ri­schen Ein­mi­schung der Bri­ten und dann der US-Ame­ri­ka­ner in den Bür­ger­krieg in Griechenland.

Die Haupt­pro­pa­gan­dis­ten der NATO, die USA und Groß­bri­tan­ni­en, misch­ten sich unmit­tel­bar nach der Befrei­ung Grie­chen­lands von der Nazi-Besat­zung gen Ende des Zwei­ten Welt­kriegs auf Sei­ten der grie­chi­schen Mon­ar­chis­ten und Reak­tio­nä­re in den Bür­ger­krieg in Grie­chen­land ein. Laut dem dama­li­gen Ver­bin­dungs­mann des bri­ti­schen Geheim­diens­tes MI6 in Athen war Grie­chen­land damals »nichts ande­res als ein bri­ti­sches Pro­tek­to­rat«. Das hat­te damit zu tun, dass vor dem Ein­marsch der Nazis in Grie­chen­land sich die grie­chi­sche Groß­bour­geoi­sie und der Land­adel bereits ins Aus­land, vor­nehm­lich ins beque­me Lon­don, abge­setzt hat­ten. Der­weil waren die lin­ken Frei­heits­kämp­fer im Land geblie­ben und hat­ten unter gro­ßen Blut­op­fern den Nazis wäh­rend der lan­gen Jah­re der Besat­zung erbit­ter­ten Wider­stand geleistet.

Nach dem Ende der Nazi-Besat­zung kehr­te die besit­zen­de Klas­se aus Lon­don zurück und woll­te – mit mili­tä­ri­scher Unter­stüt­zung der Bri­ten – ihre feu­da­len Pri­vi­le­gi­en aus der Zeit vor dem Krieg wie­der­ha­ben. Dage­gen sperr­ten sich die Lin­ken und Kom­mu­nis­ten und es kam zu einem ver­hee­ren­den Bür­ger­krieg zwi­schen gro­ßen Tei­len des Vol­kes gegen die herr­schen­de Klas­se und deren gekauf­ten und bezahl­ten Scher­gen, die vom bri­ti­schen Mili­tär unter­stützt wur­den. Als der Krieg in Grie­chen­land für das vom Zwei­ten Welt­krieg aus­ge­zehr­te Lon­don zu teu­er wur­de, spran­gen die USA ein und über­nah­men die Unter­stüt­zung der grie­chi­schen Reaktionäre.

Trotz des gro­ßen Bei­stands von der grie­chi­schen Bevöl­ke­rung hat­ten die lin­ken Volks­be­frei­ungs­kräf­te in Grie­chen­land gegen die geball­te Kraft der neu­en Super­macht USA kei­ne Chan­ce. Das von den USA unter­stütz­te, reak­tio­nä­re Regime in Athen konn­te sich schließ­lich mit Mas­sa­kern, Ter­ror, Will­kür und Mas­sen­ver­trei­bun­gen von gan­zen Bevöl­ke­rungs­tei­len durch­set­zen und die grie­chi­sche Lin­ke ver­nich­tend schla­gen. Wer von den über­le­ben­den Volks­be­frei­ungs­kräf­ten sich nicht ins Exil in die ost­eu­ro­päi­schen Volks­re­pu­bli­ken ret­ten konn­te, ging in der Regel jah­re­lang in Gefan­ge­nen­la­ger, wo schreck­li­che Zustän­de geherrscht haben sollen.

Fakt ist, das Grün­dungs­mit­glied der NATO und die Mus­ter­de­mo­kra­tie USA hat bei der Unter­wer­fung der grie­chi­schen Volks­be­frei­ungs­kräf­te die ent­schei­den­de Rol­le gespielt. Das wird auch durch die Tat­sa­che belegt, dass das US-Mili­tär sei­ne Erfah­run­gen bei der Ver­nich­tung des grie­chi­schen Wider­stands in einem Hand­buch fest­ge­hal­ten hat, das spä­ter als Vor­la­ge für die Kämp­fe im US-Angriffs­krieg gegen Viet­nam diente.

Offi­zi­ell wur­de damals die bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche Ein­mi­schung in den grie­chi­schen Bür­ger­krieg mit der Lüge recht­fer­tigt, dass die grie­chi­schen Sozia­lis­ten und Kom­mu­nis­ten von der Sowjet­uni­on mate­ri­el­le Unter­stüt­zung erhal­ten hät­ten. Die­se exis­tier­te jedoch nur in der Pro­pa­gan­da der West­mäch­te, was von Archiv-Doku­men­ten zwei­fels­frei belegt wor­den ist.

Auch in Ita­li­en waren die USA bemüht, die im Wider­stand gegen ein­hei­mi­sche und deut­sche Faschis­ten bewähr­ten und star­ken anti­fa­schis­ti­schen Kräf­te nie­der­zu­rin­gen. Das ist Washing­ton mit Hil­fe sei­ner Geheim­diens­te und Koope­ra­ti­on mit Mafia-Orga­ni­sa­tio­nen auch gelun­gen, aller­dings auf eine weit weni­ger blu­ti­ge Art und Wei­se als in Griechenland.

Auch in den unmit­tel­ba­ren Jah­ren nach der NATO-Grün­dung blie­ben die impe­ria­len Ambi­tio­nen der Mit­glieds­län­der eben­so unge­zü­gelt wie ihre Bereit­schaft, eng mit faschis­ti­schen Dik­ta­tu­ren zusam­men­zu­ar­bei­ten. In die­sem Zusam­men­hang wäre noch der gemein­sa­me Angriff Frank­reichs und Eng­lands zusam­men mit Isra­el gegen Ägyp­ten 1956 wäh­rend der Suez-Kri­se zu erwäh­nen, eben­so wie die Fort­füh­rung der schmut­zi­gen Krie­ge in Alge­ri­en, Indo­chi­na, Bur­ma und Malay­sia, und vie­le mehr. Da wäre auch noch die enge Zusam­men­ar­beit mit faschis­ti­schen oder ande­ren Dik­ta­tu­ren inner­halb der NATO (Por­tu­gal; die Jun­ta der Obris­ten nach dem faschis­ti­schen Mili­tär­putsch in Grie­chen­land, die Mili­tär­putsch-Regie­run­gen in der Tür­kei) und außer­halb der NATO (die US-NATO-Mili­tär­ba­sen im faschis­ti­schen Spa­ni­en von Gene­ra­lis­si­mus Fran­co). Des Wei­te­ren soll­te auch noch die Bereit­schaft der NATO-Mit­glie­der erwähnt wer­den, vor allem der USA, sogar Ter­ror gegen die eige­ne Bevöl­ke­rung in den euro­päi­schen NATO-Län­der ein­zu­set­zen (im Rah­men von Gla­dio), um das Erstar­ken lin­ker Bewe­gun­gen zu ver­hin­dern. Das ist der Stoff, aus dem die NATO ist!

All dies spricht eine vie­le deut­li­che­re Spra­che als die »Demo­kra­tie-Dekla­ma­tio­nen« der NATO-Eli­ten und ihr Gebrab­bel von Frei­heit und Menschenrechten.

Rai­ner Rupp ist Mit­glied des Bei­rats des Deut­schen Frei­den­ker-Ver­ban­des, von des­sen Web­site frei​den​ker​.org die­ser Bei­trag über­nom­men wur­de. Erst­ver­öf­fent­li­chung am 26.05.2022 auf RT DE

Bild: Sym­bol­bild (Pixabay)

One thought on “Tod und Verderben – der genetische Code der NATO

  1. Tol­ler Bei­trag .War­heit Klar­heit . Scha­de das sich die Men­schen nicht mit dem Hin­ter­grund der Faschis­ti­schen Poli­tik beschäf­ti­gen. Medi­en Mani­pu­la­ti­on in höcht­form. Armes Deutschland !

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