Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 4: Kurt Demmler

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Mag­Ma publi­ziert von nun an in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die bis­her seit 2012 als Video vor­lie­gen­den und basie­rend auf Über­le­gun­gen von Anfang der 90er Jah­re ent­stan­den Lek­tio­nen zur »Spra­che der Herr­schaft und der Ohn­macht« von:

malcom.z

der wei­ße nig­ger aus deutsch-nordost

ein ehe­ma­li­ger mensch der ehe­ma­li­gen DDR

Bis­her lie­gen vor:

Einführung in das Thema Falschsprech

Dies ist die vier­te Ein­füh­rungs-Lek­ti­on in den herr­schaft­li­chen Falsch­sprech. Wir haben in den ers­ten Lek­tio­nen zunächst ver­sucht zu zei­gen, daß der Herr­schafts­sprech zum einen ein Indi­ka­tor ist für den Cha­rak­ter der Herr­schaft. Es immer war und auch heu­te ist. Als Begrün­der und Klas­si­ker der auch für heu­te gül­ti­gen Sicht­wei­se sehen wir hier Vik­tor Klem­pe­rer, mit des­sen LTI Mil­lio­nen DDR-Intel­lek­tu­el­le, aber auch inter­es­sier­te Arbei­ter und Bau­ern, ver­steht sich, auf­klä­re­risch sozia­li­siert wur­den. Einer der vie­len Vor­tei­le der DDR gegen­über die­sem ScheiSS-Staat, die öffent­lich nicht ein­mal erwähnt wer­den dür­fen, geschwei­ge denn ernst­haft dis­ku­tiert. Zum ande­ren ist aber die Spra­che der Herr­schaft auch das Instru­ment, die herr­schen­den Zustän­de, hier der Herr­schaft einer ver­schwin­den­den Min­der­heit über eine über­gro­ße Mehr­heit und die Ohn­macht die­ser her­zu­stel­len. In heu­te wie zu Adolfs Zei­ten wei­test­ge­hend aus­ge­merz­ter mar­xis­ti­scher Ter­mi­no­lo­gie nann­te man die­sen Bereich der Herr­schaft übri­gens Überbau.

Nun könn­te man ein­wen­den, daß zumin­dest hier­in ein Fort­schritt zu sehen sei, daß man frü­her die Anders­den­ken­den und also den Herr­schen­den in die Para­de Fah­ren­den oder auch nur im Weg Ste­hen­den mit glü­hen­den Koh­len und Dau­men­schrau­ben trak­tier­te, sie in fins­te­re Ver­lie­se warf, häng­te, köpf­te, vier­teil­te, an Kreu­ze nagel­te, ver­brann­te, der Was­ser­pro­be unter­zog usw., wäh­rend doch ein Trak­tie­ren mit fal­schen Wör­tern nicht ein­mal wirk­lich weh­tä­te. Am Fall des KURT DEMM­LER kön­nen wir zei­gen, daß es wohl etwas anders ist, daß man näm­lich mit fal­schen Wör­tern nicht nur töten, nicht nur anders­wo töten kann, wie heu­te im Irak, in Afgha­ni­stan, auf dem Bal­kan, in Liby­en usw., son­dern dies auch hier kann UND tut.

Im August 2008 klin­gel­ten die Büt­tel der Staats­an­walt­schaft bei KURT DEMM­LER zu Hau­se in einem Orts­teil von Stor­kow im kolo­nia­li­sier­ten DDR-Bezirk Frankfurt/​Oder und hol­ten ihn dort ab. Etwa ein hal­bes Jahr spä­ter war er tot. Dazwi­schen lagen drei mie­se Kam­pa­gnen im Hit­ler-Goe­b­bels-Stil. In Klem­pe­rers LTI kön­nen wir nach­le­sen, wie es schon unter Adolf genau­so ging: Die Nazis hol­ten den jun­gen, kräf­ti­gen, kern­ge­sun­den Kom­mu­nis­ten oder Juden oder auch den alten ange­schla­ge­nen oder gebrech­li­chen und paar Wochen spä­ter kam der Toten­schein… Und Kurt Demm­ler gehör­te zu denen, die der­glei­chen Wahr­hei­ten nicht ein­mal hören woll­ten. Der Schrei­ber die­ses Tex­tes hat­te es ihm ein paar Jah­re zuvor gesagt: Es ist alles wie unter Adolf, wenn sie klin­geln, ist es zu spät. Er woll­te es nicht wis­sen. Wie sag­te frü­her der Volks­mund? Wer nicht hören will … Oder um es mit Bier­mann zu sagen, als der noch für RSHA-Hono­ra­re in der Chaus­see­stra­ße Brecht und Eis­ler kopie­rend dia­lek­tik­te: Wer sich NICHT in Gefahr begibt, kommt dar­in um.

Die ers­te gro­ße Kam­pa­gne gegen KURT DEMM­LER wur­de anläß­lich sei­ner Ver­haf­tung gerit­ten, die zwei­te anläß­lich der mas­sen­me­dia­len Vor­be­rei­tung des ers­ten Ver­hand­lungs­ter­mins am 22.1.2009, die drit­te aus Anlaß der Voll­endung sei­ner Sui­zi­d­ie­rung am 3.2.2009. Die in Mil­lio­nen­auf­la­gen gern und oft und falsch als Frei­tod bezeich­net wur­de. Was wäre dar­an frei gewe­sen? Oder posi­tiv aus­ge­drückt: Es war die sel­be Frei­heit, die dem Kom­mu­nis­ten in Sach­sen­hau­sen und dem Juden in Ausch­witz blieb, als er sich in den hoch­span­nungs­ge­la­de­nen Sta­chel­draht warf. Wie es auch vom Sohn J.W. Sta­lins über­lie­fert ist, den die Hit­le­ris­ten gegen Pau­lus aus­tau­schen woll­ten, was der Obers­te Befehls­ha­ber, der sein Vater war, aber ablehn­te, da er in Sach­sen­hau­sen nicht zum Ver­rä­ter wer­den woll­te und konn­te. Oder sich, »feig« der Depor­ta­ti­on ent­zie­hend, im Juden­haus den Strick oder Gür­tel gab. Auch das hat­te es gege­ben und wür­de von den sel­ben, die Demm­ler des Gür­tels wegen als feig sich aus dem Staub gemacht habend denun­zier­ten, nie und nim­mer über Juden behaup­tet werden.

Wäh­rend des gesam­ten Pran­ger­ver­fah­rens, aber auch danach, war öffent­li­cher Wider­spruch total aus­ge­schlos­sen. Er ist ver­sucht wor­den. Um es wie­der posi­tiv aus­zu­drü­cken: Ehr­li­che, nicht mit den Besat­zern kol­la­bo­rie­ren­de DDR-Bür­ger haben seit 1990 die sel­be Chan­ce, einen der ihren öffent­lich zu ver­tei­di­gen bzw. ver­tei­digt zu wer­den, wie der Kom­mu­nist oder Jude unter ihrem »Füh­rer« ab 1933: NULL = NULL. Ein typi­scher Unter­schied zwi­schen Ver­fah­ren gegen Kom­mu­nis­ten und Juden gegen­über denen gegen Ari­ern zwi­schen 1933 und 1945. Und ab 1990 eben­so. Rech­te bestehen, je nach­dem, um wen es geht, also – ent­ge­gen der Rechts­staats­pro­pa­gan­da – nicht oder am wenigs­ten abhän­gig vom Straf­tats­vor­wurf und der Beweis­la­ge, den §§ und den Men­schen­rech­ten, son­dern von den Per­so­nen, um die es jeweils geht und die jeweils betei­ligt sind. Die­se Asym­me­trie gilt übri­gens eben­so in Zivil­pro­zes­sen und sons­ti­gen Pro­zeß­ar­ten. In in den media­len Hexen­pro­zes­sen sowieso.

Auch hier wie­der kön­nen und wol­len wir zei­gen, daß die Lüge nicht erst mit dem fal­schen Aus­sa­ge­satz beginnt, ob es nun die eines angeb­li­chen Opfers, eines Zeu­gen oder der Jour­nail­le ist. Und daß und wie Aus­sa­ge-Lügen auch mit­tels fal­scher Wör­ter kon­stru­iert wer­den, und daß die­se dann letzt­lich – im Fall DEMM­LER wie in Mil­lio­nen ande­ren – auch töd­lich sein kön­nen. Anders gesagt: Wer sich die fal­schen Wör­ter dik­tie­ren läßt, hat in jeder Argu­men­ta­ti­on schon ver­lo­ren, bevor er auch nur den Mund auf­ge­macht hat.

Z.B. muß man sich gegen das Ver­bot der Abtrei­bung gar nicht erst ins Zeug legen, da hat man schon des Wort­klangs wegen kei­ner­lei Chan­cen. Denn auch im Brd-StGB heißt es rich­tig »Schwan­ger­schafts­ab­bruch«. Für eine Fris­ten­lö­sung in Sachen Schwan­ger­schafts­ab­bruch – wie in der DDR prak­ti­ziert – lohn­te es sich frei­lich zu pole­mi­sie­ren und hät­te man eine Chan­ce. Des­halb dik­tiert die Herr­schaft und las­sen sich soge­nann­te Lin­ke und Oppo­si­ti­on von der Herr­schaft gern dik­tie­ren und kas­sie­ren genau dafür die Diä­ten, GEGEN das Abtrei­bungs­ver­bot zu dis­ku­tie­ren. Denn GEGEN ist immer die schwä­che­re Posi­ti­on und Abtrei­bung klingt schon so mies und böse, daß jemand, der gegen ein Ver­bot ist, selbst schlecht sein muß. Und also verliert.

Der von der eigent­li­chen Ankla­ge­be­hör­de BLÖD zunächst gezim­mer­te Pran­ger, den die Schwarz­kut­ten nur abschrie­ben wie damals zu Hit­lers Kanz­ler­schaft, lau­te­te: Er habe die Mäd­chen in sei­ne DACH­GE­SCHOSS­WOH­NUNG GELOCKT unter dem VOR­WAND eines CAS­TINGS für eine Mäd­chen­band, die NIE EXIS­TIERT hat.

Wie im Anschluß­ge­biet übri­gens völ­lig nor­mal seit 1990 darf der­glei­chen über DDR-Bür­ger unge­prüft und unbe­wie­sen in die Welt kra­keelt wer­den, über Brd­ler hin­ge­gen nicht.

Also:

KURT DEMM­LER hat­te nie eine Dach­ge­schoß­woh­nung. Viel­mehr hat das der­zei­ti­ge Pro­pa­gan­da-Minis­te­ri­um eine 1‑Raum-Woh­nung, Ber­lin-Prenz­lau­er Berg, Ryke­stra­ße, Sei­ten­flü­gel, also Hin­ter­hof, mit Außen­klo zur Dach­ge­schoß­woh­nung umge­schrie­ben; in der Woh­nung gab es kei­ner­lei Dachschrägenwände.

Er hat die Mäd­chen auch nicht gelockt, son­dern ein­ge­la­den, es war auch kein Cas­ting. Was Cas­tings sind, kann man sich im TV angu­cken, sol­che men­schen­ver­ach­ten­den Schwei­ne­rei­en macht Die­ter Boh­len, Kurt Demm­ler hat sich an der­glei­chen nie betei­ligt; in der DDR gab es sowas ganz und gar nicht. Die Band, die angeb­lich nie exis­tiert hat, also die Mäd­chen­ge­sangs­grup­pe, hieß »Zun­gen­kuß«. Man konn­te sie Mitte/​Ende der 1990er Jah­re z.B. auf dem Alex­an­der­platz sin­gen und tan­zen sehen. Also war es auch kein Vor­wand, die Mäd­chen ein­zu­la­den, son­dern ein Grund. Mit den zu die­ser Gesangs­grup­pe gehö­ren­den Mäd­chen hat KURT DEMM­LER meh­re­re Jah­re inten­siv gear­bei­tet, hat mit ihnen sin­gen geübt, ein gan­zes Büh­nen­pro­gramm erar­bei­tet inklu­si­ve klei­ne Cho­reo­gra­phien für die ein­zel­nen Titel, um die 40 Demo-Lied-Pro­duk­tio­nen ein­ge­spielt. Aber es durf­te sie nicht gege­ben haben. Nicht in BLÖD und allen mit BLÖD-gleich­ge­schal­te­ten Pro­pa­gan­da-Ein­hei­ten, nicht in der Anklageschrift.

Und nun stel­le man sich vor: Man sitzt – seit etli­chen Jah­ren hoch­de­pres­siv – in Iso­lier­schutz­haft wie der Jude 1935, so daß man nicht mal eben zu die­sem oder jenem Anwalt gehen, sich nicht mit Fami­lie und Freun­den bera­ten, sich nicht selbst auf einen Pro­zeß vor­be­rei­ten kann, wie 1933 Geor­gi Dimitroff schon eben­so gehin­dert wor­den war, und man bekommt nicht ein­mal in die in Mil­lio­nen­auf­la­gen ver­trie­be­nen Hetz­ar­ti­kel und in die Ankla­ge­schrift hin­ein, daß eine Mäd­chen­ge­sangs­grup­pe, die tat­säch­lich exis­tiert hat, exis­tiert hat! Ein rela­tiv leicht zu über­prü­fen­der Fakt. Und daß es den Tat­ort »Dach­ge­schoß­woh­nung« nie gege­ben hat. Vor­aus­set­zung für Ermitt­lun­gen von Straf­ta­ten und Schuld­fest­stel­lung: Es muß einen Tat­ort geben! Den denun­zia­to­risch, mas­sen­me­di­al, kei­fend behaup­te­ten Tat­ort hat es aber nie gege­ben. Wie soll­te man als Ange­klag­ter eine Chan­ce haben, den Cha­rak­ter einer kör­per­li­chen Berüh­rung klar­zu­stel­len? Falls er unklar oder falsch dar­ge­stellt ist. Wenn man schon sol­che Fak­ten nicht rich­tig­stel­len kann?

In dem Pro­zeß geht es womög­lich dar­um, ob eine Umar­mung eine freund­schaft­li­che war oder eine sexu­el­le. Wie Berüh­run­gen, inner­halb des Gesangs­un­ter­richts und der Ein­stu­die­rung der Cho­reo­gra­phien etwas völ­lig Nor­ma­les, wes­halb sie, Unter­richt und Ein­stu­die­rung, ja nicht statt­ge­fun­den haben sol­len, zu wer­ten sei­en: Sach­lich, sport­lich oder sexu­ell usw. Wenn also Jour­nail­le und Schwarz­kut­ten schon so simp­le Fra­gen nicht rich­tig recher­chie­ren und beant­wor­ten kön­nen oder wol­len, wie die Exis­tenz einer Mäd­chen-Gesangs­grup­pe, wie dann erst bei weit schwie­ri­ge­ren?! Und das zu einem so emo­tio­nal, um nicht zu sagen hys­te­risch auf­ge­la­de­nen The­ma! Und bei einer sol­chen Straf­an­dro­hung! Die ja nicht nur aus der Zeit des Weg­schlie­ßens besteht, son­dern auch aus der Ter­ror­höl­le der Kri­mi­nel­len-Hier­ar­chie im Ari­er-Knast, der man aus­ge­setzt ist als ver­meint­li­cher Kifi. Schon die Ori­gi­nal-Nazis haben in ihren Knasts und KZ Berufs­ver­bre­cher als Ter­ror-Per­so­nal gegen Kom­mu­nis­ten instru­men­ta­li­siert, wie ihre »Rechts­nach­fol­ger in Iden­ti­tät« seit 1990 gegen DDR-Bürger.

Eini­ge Zeit spä­ter, also nach der Kam­pa­gne­n­er­öff­nung zum ers­ten Pro­zeß­tag, leg­te BLÖD nach und frag­te: Hat er die Mäd­chen nach dem Sex erpreßt? BLÖD wür­de im Fall des DDR-Natio­nal­preis­trä­gers DEMM­LER dies nicht gefragt haben, wenn die zu geben­de Ant­wort nicht JA hei­ßen müß­te. Begrün­det wird das dann damit, daß er dem angeb­li­chen Opfer die Auf­nah­me in sein Tes­ta­ment ange­bo­ten habe.

Nun, die Auf­nah­me einer jun­gen Frau in ein Tes­ta­ment ist ja zunächst ein­mal eine Wohl­tat. Jeden­falls wür­de das so dar­ge­stellt, wenn irgend ein Mul­ti­mil­lio­när oder ein dege­ne­rier­ter Adels­fuz­zi das einer Pro­sti­tu­ier­ten antun wür­de. Jeden­falls wür­de BLÖD nicht auf die Idee kom­men das Erpres­sung zu nen­nen, und wür­den dem BLÖD-Volk min­des­tens die Tit­ten der Erbin gezeigt. Nun könn­te es frei­lich auch als soge­nann­tes Schwei­ge­geld gemeint gewe­sen sein. Aber auch dann wäre es kei­ne Erpres­sung gewe­sen, da Erpres­sung die rechts­wid­ri­ge Andro­hung eines emp­find­li­chen Übels zum eige­nen finan­zi­el­len Vor­teil oder dem eines Drit­ten ist. Sie­he § 253 StGB! Das Ange­bot, ein Mäd­chen in sein Tes­ta­ment auf­zu­neh­men, ist weder rechts­wid­rig noch ein emp­find­li­ches Übel noch hät­te sich Kurt Demm­ler auf die­se Wei­se berei­chert. Ergo kann es gar kei­ne Erpres­sung gewe­sen sein. Selbst­ver­ständ­lich mer­ken das weder die Pro­pa­gan­da-Batail­lo­ne, nicht Staats­an­walt­schaft, nicht das Gericht und schon gar nicht die angeb­li­chen Ver­tei­di­ger und auch nicht die angeb­li­che Vier­te Gewalt. Was’n komi­scher Zufall! Das war auch schon unter Hit­ler und Goe­b­bels ganz genau­so, wenn es gegen Kom­mu­nis­ten und Juden ging.

Klei­ner juris­tisch-sprach­li­cher Ein­schub: Der Ter­mi­nus »Schwei­ge­geld« meint im Unter­schied zur Erpres­sung, daß es vom (ver­meint­li­chen) Regelverletzer/​Straftäter ange­bo­ten wird, ohne daß es vom Opfer oder »Opfer« der Straf­tat ver­lang wor­den wäre. Wobei man der­glei­chen bekannt­lich ver­lan­gen kann ohne es zu ver­lan­gen. Das wird in etli­chen Kri­mis vor­ge­führt. Ver­lang­tes Schwei­ge­geld hin­ge­gen erfüllt nor­ma­ler­wei­se den Straf­tat­be­stand der Erpres­sung. Min­des­tens der Nöti­gung. Vgl. §§ 240, 253 StGB

Übri­gens: Die Volks­ge­nos­sen­schaft konn­te die Anwür­fe und fal­schen Wör­ter der ers­ten Prang­er­grund­kon­struk­ti­on eher nicht durch­schau­en, weil die Hetz­me­di­en wie üblich weit über­wie­gend Lügen über den DDR-Natio­nal­preis­trä­ger, sei­ne Arbeit und sei­ne Lebens­um­stän­de ver­brei­te­ten, z.B. über die Nicht-Exis­tenz der Grup­pe »Zun­gen­kuß« und die Beschaf­fen­heit der Woh­nung in der Ryke­stra­ße, in der heu­te sicher ein Berufs­sohn aus Han­no­ver oder Ham­burg oder Frei­burg wohnt, und auch hier gilt der Satz: Auch die hal­be Wahr­heit ist zumeist eine gan­ze Lüge. Denn die angeb­li­che Plu­ra­lis­mus-Gewal­ten­tei­lung und soge­nann­te Vier­te Gewalt gibt es tat­säch­lich gar nicht wie auch kei­ne Oppo­si­ti­on in irgend­wel­chen Par­la­men­ten. Schon gar nicht im Sin­ne einer Volks­herr­schaft. Dem­entge­gen bräuch­ten die Volks­ge­nos­sen eigent­lich kei­ner­lei zusätz­li­che rich­ti­ge Infor­ma­tio­nen, die Erpres­sungs­lü­ge zu durch­schau­en, wenn sie nicht so weit über­wie­gend durch und durch und abgrund­tief gleich­ge­schal­tet ver­blö­det wären.

In der DDR gab es einen Staats­bür­ger­un­ter­richt. Das galt und gilt seit 1990 als kom­mu­nis­ti­sches Schwerst­ver­bre­chen. Eines der Ergeb­nis­se ist, daß ein paar Kri­mi­nel­le jeden x‑beliebigen DDR-Natio­nal­preis­trä­ger an jeden x‑beliebigen, töd­li­chen Pran­ger stel­len kön­nen, der zu den kon­kre­ten Straf­tats­vor­wür­fen zwar über­haupt nicht paßt, aber dafür merkt es nie­mand, der sich öffent­lich äußern darf. Und also bemerkt es auch (fast) nie­mand sonst. Und die, die es mer­ken, haben die sel­ben Frei­hei­ten und Mög­lich­kei­ten, sich öffent­lich zu äußern wie der Kom­mu­nist und Gel­tungs-Jude unter ihrem Füh­rer Adolf.

Und so geht es durch die gan­ze Kam­pa­gne und den Pro­zeß. Die ihn haupt­säch­lich beschul­di­gen­de jun­ge Frau, mit inzwi­schen Anfang 20, wird gern und oft »Kind« und »Mäd­chen« genannt, auch für den Zeit­punkt des Pro­zes­ses. Wie die DDR nicht nur 1995 oder 2022 ehe­ma­lig genannt wer­den muß­te und muß, son­dern auch für 1975. Auf der Zeit­ach­se wird beson­ders gern falsch­spre­chend mani­pu­liert. Das im Jahr 2009 ehe­ma­li­ge Mäd­chen von ca. 1997 heißt also 2009 immer noch Mäd­chen. Sie wird in Mil­lio­nen­auf­la­gen wie in Inter­net-Foren schrei­end und kei­fend OPFER genannt und ihre Anwäl­tin heißt OPFER­an­wäl­tin, obwohl KURT DEMM­LER noch gar nicht ver­ur­teilt ist. Das Gegen­stück des OPFERS, der ihm Gegen­über­ste­hen­de ist aber nicht der Ver­däch­tig­te, nicht der Beschul­dig­te, nicht der Ange­klag­te, son­dern der TÄTER. Wie ja über­haupt die Anti-DDR-Bür­ger-Pro­pa­gan­da seit 1990 rechts­wid­rig wie auch anti­christ­lich-volks­ver­het­zend nur das Ent­we­der-Oder des Täters oder Opfers kennt. Und dabei gern und all­zu oft die Rol­len ver­tauscht: Kor­rup­te CIA- und RSHA-Agen­ten (die Geh­len-Leu­te, BND, MAD, soge­nann­ter Ver­fas­sungs­schutz) wer­den zu Opfern sti­li­siert, ihre Opfer und deren Beschüt­zer, die DDR-Ver­tei­di­ger als Täter denun­ziert. Man ver­glei­che mit der Horst-Wes­sel-Hel­den-Kon­struk­ti­on der Original-Nazis!

Zurück zum Fall Demm­ler: Wenigs­tens manch­mal wird die offi­zi­ell gel­ten­de Unschulds­ver­mu­tung in den Aus­sa­ge­sät­zen berück­sich­tigt z.B. durch die Ver­wen­dung des Kon­junk­tivs und Wör­ter wie »Beschul­dig­ter« statt »Täter« und »Sex­mons­ter«. Die­se Aus­nah­men wer­den aber (fast) nie durch­ge­hal­ten: Eben hieß es noch Beschul­dig­ter oder Ange­klag­ter, schon wird vom Kon­junk­tiv in den Indi­ka­tiv gewech­selt und die Wör­ter »Beschul­dig­ter« und »Täter« usw. wer­den syn­onym gebraucht. Und schon ist Schluß mit der Unschulds­ver­mu­tung und der DDR-Natio­nal­preis­trä­ger erscheint schon als über­führt; bevor über­haupt im Gerichts­saal zu ver­han­deln begon­nen wur­de, steht das Urteil schon fest. Und die Schwarz­kut­ten-Kri­mi­nel­len müs­sen das Urteil nur noch abschrei­ben, wie sie ja schon die Ankla­ge abge­schrie­ben haben.

Die vier oder fünf infra­ge ste­hen­den Mäd­chen, die angeb­lich miß­braucht wur­den, wer­den von den Redak­tio­nen mit dem Hin­wei­se »Name geän­dert« belie­big und belie­big oft umbe­nannt, von jeder Redak­ti­on anders, so daß den Volks­ge­nos­sen 20 … 30 … 40 ver­schie­de­ne Mäd­chen­na­men um die Ohren gehau­en wer­den und somit die Zahl der angeb­li­chen vier oder fünf Opfer des volks­ver­het­zend und also rechts­wid­rig SEX­MONS­TER genann­ten Man­nes ins Unüber­sicht­li­che auf­ge­bla­sen. Auch hier wie­der wird mit fal­schen Wör­tern, hier Mäd­chen­na­men, gelo­gen, schon lan­ge bevor die fal­sche Aus­sa­ge for­mu­liert ist, und zwar als ein wesent­li­ches Kon­struk­ti­ons­ele­ment. Die fal­schen Namen geben das Den­k­ergeb­nis vor. Oft­mals kann man auf die­se Wei­se die Aus­sa­ge­satz-Lüge sogar weg­las­sen: Wenn der Volks­ge­nos­se mit 40 erfun­de­nen anstatt vier rea­len Namen bom­bar­diert wird, muß man gar nicht mehr sagen, der Täter sei sexu­ell uner­sätt­lich gewe­sen. Mit die­sen fal­schen Namen wur­de gegen Kurt Demm­ler im Klei­nen prak­ti­ziert, was mit den 14,5 Mio »Holodomor«-Toten gegen Sta­lin im Gro­ßen gelo­gen wur­de. Daß in der DDR die­se Pro­pa­gan­da-Metho­de ange­wen­det wor­den wäre, haben die Brd-Medi­en mei­nes Wis­sens nicht ein­mal behaup­tet. Geschwei­ge denn daß sie eine Beweis ver­sucht hät­ten. Nicht seit 1990, nicht davor.

Übri­gens: Wie im Fall Ceauces­cu der Titel »Schläch­ter sei­nes Vol­kes« und im Fall Ghad­da­fi die Behaup­tung, er sei ein Irrer, usw. so ent­sprach im Fall Demm­ler der Titel »Sex­mons­ter« einem Todes­ur­teil. Ins­be­son­de­re in Ver­bin­dung mit dem Wort »DDR-Natio­nal­preis­trä­ger«. Wie in den 1990ern der Straf­tats­vor­wurf Tot­schlag in Ver­bin­dung mit dem Wort »Mau­er­schüt­ze« das Ver­ur­teilt-Sein vor dem Pro­zeß bedeutete.

Wie schon im Fall Miloše­vić, den man als älte­ren und gesund­heit­lich ange­schla­ge­nen Mann rechts- und men­schen­rechts­wid­rig und gegen die Ent­schei­dung des Obers­ten Gerichts sei­nes Staats kid­napp­te und ent­führ­te, eben­falls wie den Kurt Demm­ler zu Hau­se, wie berich­tet wur­de. Wes­halb hat­te man sonst einen deut­schen Agen­ten als Miloše­vić-Nach­fol­ger instal­liert? Und dann unter den unmensch­li­chen Druck einer durch und durch unfai­ren Ver­hand­lung setz­te, um ihm eine ange­mes­se­ne medi­zi­ni­sche Behand­lung zu ver­wei­gern, da er über Herz­schmer­zen usw. klag­te. Zudem auch das Ange­bot der rus­si­schen Regie­rung ablehn­te, ihn von Ärz­ten sei­nes Ver­trau­ens in Mos­kau behan­deln zu las­sen – mit Rück­ga­be­ga­ran­tie, so hat­ten auch die Ber­li­ner Jus­tiz-Kri­mi­nel­len das Bedürf­nis, hin­ter­her öffent­lich ihre Hän­de in Unschuld zu waschen. Etwa zwei Wochen, nach­dem man Slo­bo­dan Miloše­vić tot in sei­ner Zel­le auf­ge­fun­den hat­te, ver­öf­fent­lich­te die nie­der­län­di­sche Mon­ar­chie ein Bul­le­tin, wonach Slo­bo­dan Miloše­vić eines natür­li­chen Todes gestor­ben sei.

Aha! Rechts­wid­ri­ge Ent­füh­rung plus unfai­re Ver­hand­lung plus unter­las­se­ne Hil­fe­leis­tung, jedes für sich ein­zeln schon ein Ver­bre­chen, in Kom­bi­na­ti­on dann umso wir­kungs­vol­ler gegen das Opfer = natür­li­cher Tod. So kann man auch den Tod des Juden erklä­ren, was heu­te aller­dings nicht mehr als poli­tisch kor­rekt ange­se­hen wür­de: Indem der Jude depor­tiert und ihm Zyklon B zu atmen gege­ben wird, bekommt er kei­ne Luft mehr, und wenn man kei­ne Luft bekommt, stirbt man eines natür­li­chen Todes.

Nach dem Able­ben von Kurt Demm­ler beeil­ten sich die Jus­tiz-Behör­den zu ver­si­chern, man habe bei Kurt Demm­ler kei­ner­lei Sui­zid­ab­sich­ten fest­stel­len kön­nen. Und kei­ne der Pro­pa­gan­da-Pos­til­len, die Tage und Mona­te vor­her sei­ne Sui­zid-Ankün­di­gung den Volks­ge­nos­sen noch als Indiz sei­ner Schuld ver­kauft hat­ten, stol­per­te über die­sen Wider­spruch. Kurt Demm­ler sei psy­chisch kern­ge­sund gewe­sen, wird nun behaup­tet. Das ist aber komisch: Wenn mich, den Spre­cher die­ses Tex­tes, vor acht oder zehn Jah­ren jemand gefragt hat, wie es Kurt eigent­lich gehe, habe ich stan­dard­mä­ßig geant­wor­tet: »Der schiebt Depri«. Kurt Demm­ler war seit Mitte/​Ende der 1990er zuneh­mend depres­siv, auch sei­ne Ein­trä­ge bei demm​ler​song​.de und etli­che von Mail-Part­nern post­hum im Web ver­öf­fent­lich­te Mail-Sequen­zen zei­gen das. Seit­her emp­feh­len wir Moa­bit als Spon­tan­hei­lungstel­le für Depres­si­ve. Seid ihr auf Depri? Ein­fach ein­wei­sen las­sen in Moa­bit, schon seid ihr geheilt! Oder sie ste­cken Euch den Kopf in Euren Gürtel …

Ins­be­son­de­re die Fra­gen nach den Moti­ven der Sui­zi­d­eu­re, über das War­um der Denun­z­a­tio­nen, die vie­len Wider­sprü­che, mit denen der bra­ve Volks­ge­nos­se nicht allein fer­tig wird oder über die er erst gar nicht stol­pert, da er – und auch sie – gefan­gen ist in den Fall­stri­cken der nazi­mä­ßi­gen Pro­pa­gan­da des Regimes, wer­den behan­delt und geklärt, wie die über die angeb­li­che Erpres­sung durch Demm­ler – dabei war es genau umgekehrt.

Übri­gens: Wie die Gleich­schal­tungs-Büt­tel die­ses mör­de­ri­schen Regimes jeg­li­che öffent­li­che Ver­tei­di­gung des DDR-Natio­nal­preis­trä­gers DEMM­LER vor sei­nem Pro­zeß und also vor sei­nem Able­ben unter­ban­den, da er vor Beginn des Pro­zes­ses schon ver­ur­teilt war, und auch nach sei­nem Able­ben jeg­li­che Wahr­heit über sei­ne Ver­fol­gung und Sui­zi­d­ie­rung der tota­len Gleich­schal­tungs-Zen­sur unter­la­gen, wur­den – wie seit 1990 üblich – sämt­li­che Straf­an­trä­ge gegen die Ver­fol­ger im Nazi­stil wegen Vor­täu­schung einer Straf­tat, Volks­ver­het­zung, Erpres­sung usw. nicht rechts­staat­lich bear­bei­tet. Man ver­glei­che mit dem Weg­gu­cken der Poli­zis­ten, Reichs­an­wäl­te, Jus­tiz­mi­nis­ter im Zusam­men­hang mit der soge­nann­ten Reichs­kris­tall­nacht vom 9. und 10. Novem­ber 1938! Wie vie­le »Auf der Flucht«-Erschießungen ab 1933, wie vie­le Depor­ta­tio­nen nach Ausch­witz und dor­ti­ge Ver­ga­sun­gen wur­den von deut­schen Poli­zis­ten und Staats­an­wäl­ten bis 1945 ver­folgt und ange­klagt? Wo wäre der Unter­schied seit 1990?

Es ist typisch für die­se Art Regime, daß Straf­ta­ten gegen die kör­per­li­che Unver­sehrt­heit und das Eigen­tum einer Min­der­heit gesetz­wid­rig prin­zi­pi­ell nicht ver­folgt wer­den und daß es gera­de die Ari­sie­rung des Eigen­tums die­ser Min­der­heit ist, um die es eigent­lich geht. Wie auch im Fall Demmler.

Wäh­rend es in der bösen, bösen SED-Sta­si-Kil­ler­kom­man­do-Dik­ta­tur den Mit­glie­dern der 5. Kolon­ne, den DDR-Mit­ar­bei­tern von CIA und RSHA immer mög­lich war, z.B. in aus­ge­wähl­ten Kir­chen, gegen die DDR und den Fort­schritt zu het­zen, unter wel­chem Vor­wand und Deck­man­tel auch immer, war es in den drei­ein­halb Jah­ren seit der Sui­zi­d­ie­rung des KURT DEMM­LER nicht mög­lich, irgend­wo auch nur eine öffent­li­che Gedenk­ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren. Mit der öffent­li­chen Ver­ur­tei­lung des pro­duk­tivs­ten und bedeu­tends­ten DDR-Rock und Pop-Poe­ten ohne Gerichts­ur­teil, was eben­falls rechts­wid­rig ist, wur­den die Rund­funk­ein­sät­ze von Titeln mit ihm als Urhe­ber, die ja bis 2008/9 schon stark redu­ziert waren und prak­tisch nur im Ghet­to­funk über­haupt statt­fin­den durf­ten, prak­tisch auf Null gefah­ren. Einer der beab­sich­tig­ten und Haupt­ef­fek­te des gan­zen Pran­ger­ver­fah­rens. Ab 1933 haben die Ori­gi­nal-Nazis auf die­se Wei­se bewie­sen, war­um sie kei­ne jüdi­schen Autoren woll­ten, denn der Jude war ja sowie­so ein Schän­der ari­scher Kin­der und Frau­en wie der DDR-Nationalpreisträger.

Wor­aus sich ein­mal mehr ergibt: Es ist völ­lig wurscht, wen der ehr­li­che DDR-Bür­ger seit 1990 NICHT gewählt hat und in Zukunft nicht wählt. Und ob der obers­te Jus­tiz-Kri­mi­nel­le des Lan­des ein CDUhu, ein kor­rup­ter Soze oder ein tau­to­lo­gi­scher PDS­ler ist. Das Opfer des Regimes wird immer in der sel­ben Wei­se nazi­mä­ßig ver­arscht. Es gibt für ihn, falls er über­haupt einer Ant­wort gewür­digt wird, immer die­sel­ben Textbausteine.

In der nächs­ten Ein­füh­rungs­lek­ti­on in den ari­schen Falsch­sprech beschäf­ti­gen wir uns gemäß der klem­per­er­schen Metho­de bzw. nach der schnitz­ler­schen damit, wie man einen Nazi erkennt, und zwar nicht unbe­dingt an Sprin­ger­stie­feln, Fri­sur und aus­ge­streck­tem rech­ten Arm, nicht unbe­dingt an der Selb­steti­ket­tie­rung als Nazi oder angeb­li­cher natio­na­ler Sozia­list, schon gar nicht an sei­nen pro-jüdi­schen und pro-israe­li­schen Lip­pen­be­kennt­nis­sen, son­dern an dem, was er sonst Wesent­li­ches sagen zu müs­sen meint. Denn: Wer gera­de Jude ist, bestimmt in Görings Nach­fol­ge er und ist eini­ger­ma­ßen belie­big. Und auch bevor Adolf als offi­zi­el­ler Nazi kanz­ler­te, waren all die ande­ren Nazis, ins­be­son­de­re die im Staats­ap­pa­rat, nicht unbe­dingt an ihrem offe­nen Bekennt­nis zu erkennen.

Anmerkungen im Nachhinein

Auch seit der Auf-Linie-Stel­lung die­ses Film­chens, die­ser Lek­ti­on, ist ein Jahr­zehnt ver­gan­gen. Der Teil 1 der Lek­ti­on 4 war immer die Lek­ti­ons-Film-Teil mit den meis­ten Klicks. Nicht weil er so viel inter­es­san­ter gewe­sen wäre, als die ande­ren. Son­dern weil er mehr inter­es­sie­ren konn­te. Pri­mär auch nicht auf­grund der gro­ßen Inter­es­siert­heit vie­ler am Tod des Kurt Demm­lers und an der Wahr­heit über die­sen. Son­dern pri­mär an der Bekannt­heit des Namens. Der wird in den Such­zei­len der Such­ma­schi­nen ein­ge­ge­ben, und dann wird eben u.a. auch das Demm­ler-Video von malcom.z gefun­den. Und doch ist die Klick­zahl und wird es blei­ben: ein hun­dert­tau­sends­tel Inter­es­se, gemes­sen an dem Inter­es­se der Nip­pel-Schau irgend einer aktu­el­len Pop-Träl­le­rin, egal ob weiß- oder dun­kel­häu­tig, der »ver­se­hent­lich« die Tit­te aus dem Kleid gerutsch ist. Das sind nun ein­mal die »mensch­li­chen« Ver­hält­nis­se unter den Bedin­gun­gen des west­welt­im­pe­ria­len Faschis­mus. 1942 inter­es­sier­ten sich auch zig tau­send Mal mehr Deut­sche für die Aus­düns­tun­gen einer Leni Rie­fen­stahl oder Zarah Lean­der als für den kom­mu­nis­ti­schen Pro­pa­gan­da-Spruch der Kom­mu­nis­ten: »Wer Hin­den­burg wählt, wählt Hit­ler, wer Hit­ler wählt, wählt des Krieg«. Aus­ge­ge­ben und demons­triert 1932 anläß­lich der Reichs­prä­si­den­ten-Wahl-Kam­pa­gne. 1942 längst ver­ges­sen gemacht. Mit Ufa-Lie­dern wie »Ich weiß, es wird ein­mal ein Wun­der geschehn«. Bestä­tigt mit dem Rie­fen­stahl-Film Der Tri­umph des Wil­lens von 1934. Was die Kom­mu­nis­ten 1932 als War­nung gemeint hat­ten, war für Rie­fen­stahl aber Verheißung.

Seit der Pro­duk­ti­on des Films hat es unge­zähl­te wei­te­re Ver­su­che des Autors gege­ben, die Wahr­heit ans öffent­li­che Licht zu brin­gen. Zwei, drei klei­ne Ver­an­stal­tun­gen sind gelun­gen. Da ein freund­li­cher, gewo­ge­ner, tole­ran­ter Kleinst­ver­an­stal­tungs-Ort-Besit­zer ein­ver­stan­den war. Der selbst »gebrann­tes« Kind des Gesell­schafts­wech­sels war und immer noch ist. Aber mehr als 15 – 20 Kennt­nis­neh­mer erreicht man nicht. Gegen Mil­lio­nen, die sich für Com­merz­tus­sen­ti­t­ten auf You­tube interessieren.

In Ber­lin gibt es an ver­schie­de­nen Orten der DDR-Staats­gren­ze immer noch die gro­ßen wei­ßen Kreu­ze, jedes einen »Mau­er­to­ten« sym­bo­li­sie­rend. Und es sind auch ein paar Wei­ber dar­un­ter. Und impor­tier­te, west­li­che Ber­lin-Erklä­rer lügen in den diver­sen euro­päi­sche und nord­ame­ri­ka­ni­schen Spra­chen die Ver­si­on der Besat­zer. Ob DDR-Gebo­re­ne ohne Erklä­rung ihrer Feind­schaft zur DDR das irgend­wann mal durf­ten, wur­de nie bekannt gege­ben. Sicher ist: Wenn sie die Toten anders erklär­ten, als staat­lich vor­ge­ge­ben, wären sie schnell weg vom Geld-Fenster.

In einer Rockradio.de-Sendung, also mit Mini-mini-Reich­wei­te durf­te es nach meh­re­ren negie­ren­den Anläu­fen vor eini­gen Jah­ren eine Sen­dung geben. Aber immer, wenn der Autor auf den Kri­mi­nal­fall zu spre­chen kom­men woll­te, dik­tier­te der Mode­ra­tor ein ande­res The­ma mit dem Ein­wand: wir wüß­ten die Wahr­heit nicht. ER wuß­te sie nicht, weil er sie nicht wis­sen woll­te. Vom Knei­pen­raum aus wur­de der Autor zudem ange­pö­belt, da er die­se Wahr­hei­ten aus­spre­chen woll­te. Man lese die Beschrei­bung Klem­pe­rers dar­über, wie SA-Lüm­mel ab 1933 ihn aus dem Hör­saal und Pro­fes­so­ren-Stuhl pöbel­ten. Sei­ne Beschrei­bung ent­spricht in etwa der Situa­ti­on, wenn man es wagt, zum Fall Demm­ler etwas sehr ande­res erzäh­len zu wol­len, als Blöd, Ard-Zdf, Lügel usw. vor­ge­ge­ben haben. Der Ter­mi­nus tech­ni­cus ist »Gleich­schal­tung«, seit Jahr­zehn­ten über­setzt in »Plu­ra­lis­mus«.

Und: Es gibt auch in der Mit­te des Jah­res 2022 kein ein­zi­ges Mahn­mal für die Opfer des Anschlus­ses. Das sind nach mei­ner Rech­nung etwa 95% der DDR-Bür­ger, wenn es dar­um geht, ob es ihnen seit Ende 1989 bes­ser oder schlech­ter geht, wenn es um Demo­kra­tie und Frei­heit und Bil­dung und Gesund­heit, Glück und Zufrie­den­heit geht. Wenn es um Lebens­ver­kür­zung geht, so sind es nach mei­ner Rech­nung für die ers­ten ca. 12 Jah­re nach der Okku­pa­ti­on min­des­tens 2,2 Mio. Kein Mahn­mal, kein Kreuz, kei­ne Sta­tue – nichts. Also erklärt auch kein Ami oder Spa­ni­er sei­nen tou­ris­ti­schen Lands­leu­ten auch nur einen Tod, den die Besat­zer ver­schul­det haben. Dafür wer­den ihnen aber um die 160 Toten erzählt. Und zwar als Schuld der SED und DDR. Nicht als Schuld des Rias, ihnen fal­sche Uto­pien ein­ge­re­det zu haben.

Z.B. lern­te der Autor als Jugend­li­cher sei­ne Tan­te ken­nen, die Halb­schwes­ter sei­nes Vaters. Die galt als jun­ges Mädel als hüb­sches Ding. Und woll­te min­des­tens ein sol­cher Star sein wie die, die man in den West-Kino-Fil­men sehen konn­te. Mit Pet­ty­coat und allem Drum und Dran. Irgend­wie stieg sie 1963 über die »Mau­er« und ließ für ihren Traum ihre klei­ne Toch­ter bei der Mut­ter. In der DDR wer­te­te man das als aso­zi­al. In der Brd wur­den sol­che Geschich­ten jahr­zehn­te­lang gar nicht erst erzählt. Anfang der 1970er, nach einer Amnes­tie, kam sie das ers­te Mal wie­der in ihre Hei­mat. Inzwi­schen nor­mal-bür­ger­lich ver­hei­ra­tet mit einem Bums­wehr­of­fi­zier und mit zwei Kin­dern. Und das auch noch in Bay­ern, wenn ich es recht erin­ne­re. Mich scho­ckier­te damals, daß sie ihre bei­den Kin­der, die wer­den so acht oder zehn gewe­sen sein, alle paar Minu­ten in ber­li­ni­schem Ton­fall erklär­te: »Wenn ick könn­te, wür­de ick euch zurück­schie­ben«. Eine sol­che Unge­heu­er­lich­keit an Mut­ter­lie­be hat­te ich nie gehört… Und die sag­te, es sei völ­li­ger Blöd­sinn gewe­sen, die DDR zu ver­las­sen. Tat­säch­lich hät­te sie in der DDR und als Prenz­lau­er Ber­ge­rin, auch mit zwei oder drei Kin­dern nicht so spie­ßig leben müssen.

Meh­re­re Ver­su­che, Ver­bün­de­te zu fin­den für die Auf­stel­lung eines Demm­ler-Denk­mals – auch als Sym­bo­li­sie­rung für all die ande­ren Tode – lie­fen seit­her ins Lee­re. Ob nun GBM oder GRH oder ob jun­ge Welt. Die einen ver­ste­hen nicht und/​oder sind feig, die ande­ren haben ihren Dem­ago­gie-Auf­trag von den Besat­zern erteilt bekom­men. Von den einen gibt es gar nicht erst eine Ant­wort, die ande­ren bel­len einen sol­chen DDR-Bür­ger nie­der. Und iso­lie­ren und exkom­mu­ni­zie­ren ihn, so kon­se­quent sie nur können.

2015 hat der Autor an einem Lied­wett­be­werb teil­ge­nom­men. Nicht um zu sie­gen, son­dern einem lied­in­ter­es­sier­ten Publi­kum vom Fall Demm­ler zu erzäh­len. Als ein­zi­ge ihm auf­ge­zeig­te Mög­lich­keit, es dort zu tun. Also bewarb er sich, durf­te er teil­neh­men. Bevor er sei­ne drei Lie­der sang, unter­rich­te­te er das Publi­kum vom Tod Demm­lers und des­sen Grün­de. Er hat aus der kal­ten, ohne jeg­li­che Auf­tritts­rou­ti­ne und gegen ein gro­ßes Feld tol­ler, auch pro­fes­sio­nell agie­ren­der und musi­zie­ren­der, dich­ten­der und vor­tra­gen­der Wett­be­wer­ber fast den ers­ten Platz belegt. Und wur­de von den Ver­an­stal­tern, wie schon 1999 als »Alt­meis­ter« titu­liert. Hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand wur­de aus­ge­teilt: Ohne die Demm­ler-Bot­schaft, wär’s Platz Eins geworden.

Ganz anders die Lokal-Pres­se. Eine jung­sche Gleich­ge­schal­te­te empör­te sich: Wie es sein kön­ne, daß so ein alter Sack (61) fast den ers­ten Jury-Platz zuer­kannt bekom­men hät­te, der in der Publi­kums-Wer­tung auf dem letz­ten Platz gelan­det war. War­um wohl? Nicht wirk­lich un-»witzig«: Das, wes­halb die jün­ge­ren und jun­gen DDR-Bür­ger Ende der 1980er in die Lie­der­ma­cher-Ver­an­stal­tun­gen kamen, ist nun ver­pönt. Die Zuschau­lin­ge wol­len kei­ne Wahr­hei­ten, Kri­ti­ken, Pro­vo­ka­tio­nen mehr, sie wol­len selig ein­ge­lullt den Abend »ange­nehm ver­ge­hen« gemacht haben. Wie Imma­nu­el Kant es von »ange­neh­mer Kunst« beschrieb.

Seit 2016 gibt es den Fall Demm­ler dann in Buch­form. Der Autor hat­te die Mög­lich­keit ent­deckt, Bücher zu machen. Und ent­schied sich für die Platt­form »Ama­zon«. Mit der Über­le­gung, daß – falls Deut­sche Staats­an­wäl­te inhalt­li­che Ein­wän­de hät­ten – die Mit­ar­bei­ter die­ser Fir­ma sich nicht gleich in die Hosen machen wür­den. Womög­lich anders als wahr­schein­lich bei deut­schen BOD-Fir­men. Die­se Rech­nung ging bis Anfang 2021 eini­ger­ma­ßen auf.

Da mach­te der Autor aber den »Feh­ler« anzu­fra­gen, war­um Ama­zon-Mit­ar­bei­ter, die die Osa­ma hei­ßen, ver­bie­ten, was Toms und Cath­lie­ens vor vier, fünf Jah­ren noch erlaubt hat­ten. Näm­lich, daß ein zwei­ge­teil­tes Buch im zwei­ten Teil mit der Sei­ten­num­mer 379 begin­nen soll­te. Die Lese­rin merkt, wor­um es geht? Der Autor muß­te das neue Buch »Anwäl­te, die Fein­de ihrer Man­dan­ten« schließ­lich umar­bei­ten, da Osa­ma nicht nachgab.

Und kaum waren die Autoren-Kor­rek­tur-Exem­pla­re mit einem »Amazon«-Liefer-Kfz aus­ge­lie­fert, kam per eMail auch schon die Kün­di­gung des Kind­le-Kon­tos. Frist­los, kei­ne Wider­spruchs­frist, weil kein Wider­spruch möglich.

Am 3.10.2018 gab es noch ein wesent­li­ches Ereig­nis in Sachen des Fal­les Demm­ler. In der Haupt­aus­ga­be der Tages­schau wur­de mir der neue »Best­sel­ler« (die­se Schin­ken sind ja schon Best­sel­ler, bevor sie ver­kauft sind, wie Demm­ler schon vor der gericht­li­chen Ver­ur­tei­lung Täter war) eines Chef­pos­ten-Ari­seurs ange­prie­sen. Der Typ heißt Tsokos und fir­miert als Gerichts­me­di­zi­ner. Und hat sich u.a. für die West­welt­i­im­pe­ria­len ver­dient gemacht, da er in Sre­bre­ni­ca seziert hat. Wie der Bres­lau­er Prof. Buh­tz Anfang 1943 in Katyn. Um die pol­ni­schen Toten, Opfer deut­scher Unter­men­schen-Mord­gier, Sta­lin und den Mos­ko­wi­tern anzu­hän­gen. Tsokos häng­te die Sre­bre­ni­ca-Toten den Ser­ben und Slo­bo­dan Miloše­vić an.

Die Zei­chen des Todes aus dem Jahr 2017 wur­den den Deut­schen am 3.10.2018 in der Haupt­nach­rich­ten­sen­dung der Besat­zer ange­zeigt, weil es ca. in der Mit­te des Buchs das Kapi­tel gibt: »Die Akte Demm­ler«. Poli­ti­scher kann eine Nach­richt, bzw. eine Mani­pu­la­ti­on kaum sein – oder?

Der Autor und Demm­ler-Kol­le­gen-Freund besorg­te sich das Buch und fand zusätz­li­che Bestä­ti­gung des­sen, was er 2009 schon ana­ly­sier­te und 2016 als Bücher auf Ama­zon ein­ge­stellt hat­te. Demm­lers Unschuld. Und die Schuld der Besat­zer-Regi­me­lin­ge am Tod Demm­lers. Aber in einer neu­en Qualität:

Tsokos war die Auf­ga­be gestellt, die Unschuld der Regi­me­lin­ge zu bewei­sen. Ob er sich die­se auch selbst gestellt hat oder nicht. Egal. Oder zweit­ran­gig. Aber wie Goe­b­bels und Rib­ben­trop die Auf­ga­be hat­ten, die pol­ni­schen Toten den »Rus­sen« in die Schu­he zu schie­ben und mit ihren Beweis­füh­run­gen genau das Gegen­teil beleg­ten, so ent­hal­ten Tsokos’ »Bewei­se« Infor­ma­tio­nen, die der Öffent­lich­keit 2009 vor­ent­hal­ten wur­den, die genau das wider­le­gen, was sie bewei­sen sol­len. Zum Bei­spiel, daß Kurt Demm­ler bis zum Schluß sei­ne Unschuld beteu­ert hat­te, daß er hoch depres­siv war und ihm eine ange­mes­se­ne medi­zi­ni­sche Behand­lung ver­wei­gert wur­de usw. Ent­spre­chen­de vom Autor gestell­te Straf­an­trä­ge wegen Mor­des wur­den eben­so wenig bear­bei­tet wie die zuvor gestell­ten wegen Frei­heits­be­rau­bung mit Todes­fol­ge u.ä.

Nach­dem der Autor 2016 auf »Ama­zon« eine umfang­rei­che Ana­ly­se des Fal­les ein­ge­stellt hat­te, in zwei Tei­len zu jeweils ca. 400 Sei­ten, folg­te 2018 ein drit­ter Teil im sel­ben For­mat in ana­lo­ger Ein­band­ge­stal­tung mit ca 250 Seiten.

2023, im Sep­tem­ber, wäre Kurt Demm­ler 80 Jah­re alt gewor­den. Was trotz Dia­be­tes – einer der Grün­de sei­ner düs­te­ren Zukunfts­per­spek­ti­ven – und Depres­sio­nen erreich­bar und leb­bar wäre. Aber das gesell­schaft­li­che Sys­tem und des­sen Büt­tel haben ihn umge­bracht, nicht sei­ne Krankheiten.

Wenn man auf »Ama​zon​.de« Kurt Demm­ler ein­gibt, fin­det man Teil 3 des Buches. War­um nicht die ande­ren bei­den – war­um auch immer. Autoren­sei­ti­ge Anfra­gen sind schwie­rig und gefähr­den womög­lich die kläg­li­chen Res­te. Auf Ama​zon​.com fin­det man Stand Juli 2022-aktu­ell mit dem Such­wort »Demm­ler« einen Phil­ipp Demm­ler und den Titel »Bier im vier«. Und wei­ter unten das Werk »Son­nen­lie­ge«. Na, das ist ja mal wichtig!

Über http://​lexi​kon​.wikidot​.com/​s​h​o​p​-​e​d​i​t​i​o​n​-​f​l​a​s​c​h​e​n​p​ost kann Teil 1 bestellt wer­den. Von Teil 2 und 3 gibt es – lei­der, auf­grund feh­len­der Mög­lich­kei­ten – nur Auf-Linie-Inhaltsangaben.

Das letz­te Mal erreg­te Kurt Demm­ler post­hum übri­gens Auf­se­hen, da sich die lang­jäh­ri­ge Kanz­ler­hu­re der Besat­zer den »Farbfilm«-Schlager der DDR-Rock­grup­pe »Auto­mo­bil«, Text Kurt Demm­ler, zu ihrem Diens­ten­de-Zap­fen­streich von der Bums­wehr-Kapel­le auf­spie­len ließ. Die längst abge­ta­kel­te dama­li­ge Schla­ger-Sän­ge­rin des Lieds, Nina Hagen, durf­te offi­zi­al- wie (a-)»sozial«-medial kei­fen. Die längst abge­ta­kel­te Vera Wol­len­ber­ger-Lengs­feld jubel­te dazu: Mer­kel müs­se doch gewußt haben und wis­sen, daß Kurt Demm­ler ein wegen schwers­ten sys­te­ma­ti­schen Kinds­miß­rauchs ver­ur­teil­ter Ver­bre­cher gewe­sen sei. Die bei­den aus der DDR stam­men­den Keif­tus­sen ver­ur­teil­ten die­se mer­kel­sche Wahl; ein Demm­ler war wohl nicht wür­dig zu einem Brd-Staats­akt bei­zu­tra­gen. Auch nicht mehr als 12 – also 1.000 – Jah­re nach sei­ner absichts­vol­len Sui­zi­d­ie­rung. Ver­mut­lich bei­de westschwanzgesteuert.

Selbst­ver­ständ­lich darf gegen einen DDR-Natio­nal­preis­trä­ger sol­ches ver­lo­ge­nes Gekei­fe mil­lio­nen­fach mul­ti­pli­ziert wer­den. Und nie­mand darf wider­spre­chen. Kurt Demm­ler durf­te sich 2002 tat­säch­lich von einer Ankla­ge wegen Kinds­miß­brauchst »frei»kaufen. Für schlap­pe 1.800 Euro­nen. Und zwar mit der Begrün­dung: »min­der­schwe­rer Fall«. So wird die Frei­kauf­re­gel begrün­det. Min­der­schwer. 2009 wur­de er nicht ver­ur­teilt, da Tote nicht ver­han­delt und nicht ver­ur­teilt wer­den (kön­nen). Denn toter als tod geht nicht.

Gegen die DDR und ihre Bür­ger, ins­be­son­de­re ihre Natio­nal­preis­trä­ger ist jede Lüge recht. Solan­ge sie nega­tiv ist. Posi­ti­ve Lügen hät­ten – selbst­ver­ständ­lich – kei­ne Chan­ce. Nicht bei Nina, nicht bei Vera – nir­gends in der Offizialität.

Lek­ti­on 4 als Video:

Bild: Kurt Demm­ler singt auf der Demons­tra­ti­on am 4. Novem­ber 1989 auf dem Alex­an­der­platz (Bun­des­ar­chiv, Bild 183‑1989-1104 – 053 / Link, Hubert / CC-BY-SA 3.0)

8 thoughts on “Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 4: Kurt Demmler

  1. Kurt Demm­ler war ein Phä­do­phi­ler und das war in sei­nen Krei­sen auch bekannt. Er hat Mäd­chen ver­spro­chen sie zum Star zu machen und dafür muss­ten sie ihm sei­ne kran­ken Wün­sche erfül­len. Zum Bei­spiel nackt auf sei­nem Bauch sit­zen und sin­gen, damit er die Stim­me spü­ren kann. Vie­le ande­re per­ver­se Spiel­chen, die sich die Mäd­chen gefal­len lie­ßen, bis eini­ge auspackten.
    Ich ken­ne ein Mäd­chen und deren Mut­ter per­sön­lich, weiß wel­che Schä­den dar­aus entstanden.
    Viel­leicht war Demm­ler unbe­quem und viel­leicht ein Lin­ker, aber er war ein Wider­ling und hat vie­le Mäd­chen trau­ma­ti­siert. Ich könn­te bre­chen, wenn ich die­sen Arti­kel lese.
    Die Mut­ter des mir bekann­ten Mäd­chens hat sich bis heu­te nicht davon erholt und macht sich vie­le Vor­wür­fe. Sie hat ihr wun­der­ba­res Mäd­chen nicht beschützt.

    1. Hal­lo Eich­holz! Wie sagen die Nord­west­ler? But­ter bei die Fische! Bit­te um ein paar Auskünfte:

      1. Wer waren »sei­ne Krei­se«, die das wuß­ten? Kon­kret! Die, die sich 2009 in dubio­ser West­kon­zern­pres­se bekannt haben, das, was BLÖD log, schon immer gewußt zu haben? Ich kann­te vor 1990 eini­ge, die das 2009 behaup­tet haben, die womög­lich zu »Krei­sen« gehör­ten, aber davon vor 1990 (mir) nichts erzählten.
      2. Woher weiß­te, was K.D. den Mäd­chen ver­spro­chen hat? Haben die Dir das erzählt? Oder wenigs­tens eine von ihnen? Oder has­te von der BLÖD abge­schrie­ben? Die BLÖD hat das 2009 aus­ge­ge­ben. Per Exklu­siv-Ver­trag mit der Denun­zi­an­tin muß­ten alle ande­re abschrei­ben. Soll­tes­tes von ner ande­ren Zei­tung abge­schrie­ben haben, has­te von BLÖD abschrei­bern abgeschrieben.
      3. Wie »unab­hän­gig« und »links« ist denn das?!
      4. »Zum Bei­spiel nackt auf sei­nem Bauch sit­zen und sin­gen, damit er die Stim­me spü­ren kann«… Has­te da nicht bissl phan­ta­siert? Das hat im Janu­ar 2009 so ähn­lich BLÖD ver­brei­tet. Aber ohne »nackt«. Also: Du über­triffst noch BLÖD mit die­ser Ver­si­on. Mir geht es – im Unter­schied zu Dei­nen Phan­tas­te­rei­en – um Analyse.
      5. Was wills­te mit »ein Pädo­phi­ler« sagen? Du weißt, daß ›Pädo­phi­lie‹ nicht straf­bar ist? Aber der deutsch-faschis­ti­sche Staat den Ter­mi­nus falsch ver­wen­det und als Divi­de-et-impe­ra-Pro­pa­gan­da-Keu­le benutzt? Ana­log zur ›Abtrei­bung‹, ›Sta­si‹ usw. Die Nazis hat­te dazu z.B. den ›Stink­ju­den‹.
      6. »die sich die Mäd­chen gefal­len lie­ßen, bis eini­ge aus­pack­ten«… Ich über­setz­te mal in rich­tig: Das Pro­jekt ende­te gegen 97/98. Denun­ziert wur­de K.D. 2007/2009. Die Denun­zi­an­tin woll­te Geld. Das »ver­ga­ßen« BLÖD & Co. »lei­der« zu erwäh­nen. Für irgend­wel­che »Spiel­chen« ist in den offi­zi­el­len Erzäh­lung zwi­schen dem Pro­jek­ten­de und Ver­haf­tung und Depor­ta­ti­on kei­ner­lei Platz. Das ist ca. 1 Jahr­zehnt. Also nix von wegen »gefal­len­las­sen, bis…« Es gab EINE Denun­zi­an­tin, die ande­ren angeb­li­chen Aus­pa­cke­rin­nen waren wohl von der Denun­zi­an­tin ange­ge­ben wor­den, die sie ja kann­te. Was das Publi­kum aber nicht wis­sen durf­te, damit die von der EINEN initi­ier­ten Ver­hö­re der ANDE­REN als objek­ti­ve Wahr­heit erschei­nen. Es erfolg­te wohl krea­ti­ve, erpres­se­ri­sche Ver­hö­rung. Ana­log zu der der DDR-Sport­ärz­te, denen die Staats­an­wäl­te genau die Aus­sa­gen abpreß­ten, die sie brauch­ten, um Man­fred Ewald zu verurteilen.
      7. Was wäre links dar­an, BLÖD LÜGEN zu kolportieren?
      8. Dann tei­le doch bit­te mal mit, wel­che Schä­den er ange­rich­tet hat bei dem Mäd­chen. Wie alt ist das Mäd­chen? 13? Kurt ist seit 13 Jah­ren tot. Wie heißt das Mäd­chen? Wann war es? Und wo? Ging es um Wider­lich­kei­ten? Oder um Straftat(en)? Wenn letz­te­res: Wer hat die Straf­tat und wo ange­zeigt? Wie ist die Anzei­ge bear­bei­tet worden?
      9. Erbre­chen emp­feh­le ich in die Natur, eini­ger­ma­ßen ent­fernt von gewöhn­li­chem mensch­li­chen Auf­ent­halt oder Ver­kehr. Oder in einen mit Was­ser gefüll­ten Eimer.
      10. Kurt Demm­ler ist seit ca. 13 Jah­ren tot. Es gehör­te zu den Pro­pa­gan­da-Tricks der Fascho-Pro­pa­gan­dis­ten, im Janu­ar 2009 so zu tun, als sei die 21 Jäh­ri­ge Denun­zi­an­tin unter 14.

      Jut­nacht ooch!

    2. Hal­lo Eich­holz! Wie sagen die Nord­west­ler? But­ter bei die Fische! Bit­te um ein paar Auskünfte:

      1. Wer waren »sei­ne Krei­se«, die das wuß­ten? Kon­kret! Die, die sich 2009 in dubio­ser West­kon­zern­pres­se bekannt haben, das, was BLÖD log, schon immer gewußt zu haben? Ich kann­te vor 1990 eini­ge, die das 2009 behaup­tet haben, die womög­lich zu »Krei­sen« gehör­ten, aber davon vor 1990 (mir) nichts erzählten.
      2. Woher weiß­te, was K.D. den Mäd­chen ver­spro­chen hat? Haben die Dir das erzählt? Oder wenigs­tens eine von ihnen? Oder has­te von der BLÖD abge­schrie­ben? Die BLÖD hat das 2009 aus­ge­ge­ben. Per Exklu­siv-Ver­trag mit der Denun­zi­an­tin muß­ten alle ande­re abschrei­ben. Soll­tes­tes von ner ande­ren Zei­tung abge­schrie­ben haben, has­te von BLÖD abschrei­bern abgeschrieben.
      3. Wie »unab­hän­gig« und »links« ist denn das?!
      4. »Zum Bei­spiel nackt auf sei­nem Bauch sit­zen und sin­gen, damit er die Stim­me spü­ren kann«… Has­te da nicht bissl phan­ta­siert? Das hat im Janu­ar 2009 so ähn­lich BLÖD ver­brei­tet. Aber ohne »nackt«. Also: Du über­triffst noch BLÖD mit die­ser Ver­si­on. Mir geht es – im Unter­schied zu Dei­nen Phan­tas­te­rei­en – um Analyse.
      5. Was wills­te mit »ein Pädo­phi­ler« sagen? Du weißt, daß ›Pädo­phi­lie‹ nicht straf­bar ist? Aber der deutsch-faschis­ti­sche Staat den Ter­mi­nus falsch ver­wen­det und als Divi­de-et-impe­ra-Pro­pa­gan­da-Keu­le benutzt? Ana­log zur ›Abtrei­bung‹, ›Sta­si‹ usw. Die Nazis hat­te dazu z.B. den ›Stink­ju­den‹.
      6. »die sich die Mäd­chen gefal­len lie­ßen, bis eini­ge aus­pack­ten«… Ich über­setz­te mal in rich­tig: Das Pro­jekt ende­te gegen 97/98. Denun­ziert wur­de K.D. 2007/2009. Die Denun­zi­an­tin woll­te Geld. Das »ver­ga­ßen« BLÖD & Co. »lei­der« zu erwäh­nen. Für irgend­wel­che »Spiel­chen« ist in den offi­zi­el­len Erzäh­lung zwi­schen dem Pro­jek­ten­de und Ver­haf­tung und Depor­ta­ti­on kei­ner­lei Platz. Das ist ca. 1 Jahr­zehnt. Also nix von wegen »gefal­len­las­sen, bis…« Es gab EINE Denun­zi­an­tin, die ande­ren angeb­li­chen Aus­pa­cke­rin­nen waren wohl von der Denun­zi­an­tin ange­ge­ben wor­den, die sie ja kann­te. Was das Publi­kum aber nicht wis­sen durf­te, damit die von der EINEN initi­ier­ten Ver­hö­re der ANDE­REN als objek­ti­ve Wahr­heit erschei­nen. Es erfolg­te wohl krea­ti­ve, erpres­se­ri­sche Ver­hö­rung. Ana­log zu der der DDR-Sport­ärz­te, denen die Staats­an­wäl­te genau die Aus­sa­gen abpreß­ten, die sie brauch­ten, um Man­fred Ewald zu verurteilen.
      7. Was wäre links dar­an, BLÖD LÜGEN zu kolportieren?
      8. Dann tei­le doch bit­te mal mit, wel­che Schä­den er ange­rich­tet hat bei dem Mäd­chen. Wie alt ist das Mäd­chen? 13? Kurt ist seit 13 Jah­ren tot. Wie heißt das Mäd­chen? Wann war es? Und wo? Ging es um Wider­lich­kei­ten? Oder um Straftat(en)? Wenn letz­te­res: Wer hat die Straf­tat und wo ange­zeigt? Wie ist die Anzei­ge bear­bei­tet worden?
      9. Erbre­chen emp­feh­le ich in die Natur, eini­ger­ma­ßen ent­fernt von gewöhn­li­chem mensch­li­chen Auf­ent­halt oder Ver­kehr. Oder in einen mit Was­ser gefüll­ten Eimer.
      10. Kurt Demm­ler ist seit ca. 13 Jah­ren tot. Es gehör­te zu den Pro­pa­gan­da-Tricks der Fascho-Pro­pa­gan­dis­ten, im Janu­ar 2009 so zu tun, als sei die 21 Jäh­ri­ge Denun­zi­an­tin unter 14.

      Jut­nacht ooch!

  2. Zum »Fall Demm­ler« kann ich inhalt­lich nichts sagen. Die Argu­men­te der Anklä­ger wie die der Ver­tei­di­ger über­zeu­gen mich inhalt­lich nicht wirk­lich. Das ist aber bei sol­chen Fäl­len meist schwer. Im Zwei­fel soll­te aber immer noch gel­ten: in dubio pro reo.

    Was mich aber gewal­tig an dem Arti­kel stört, ist der »auf­ge­heiz­te«, schril­le Ton und die per­ma­nen­te, teils offe­ne, teils unter­schwel­li­ge Gleich­set­zung der BRD mit einem faschis­ti­schen Regime. Das erin­nert an die unse­li­ge Dik­ti­on der KPD vor 1933, die schon die Regie­run­gen vor 33 als »faschis­tisch« bezeich­ne­te und damit die qua­li­ta­tiv wirk­lich weit grö­ße­re Gefahr des Hit­ler-Faschis­mus rela­ti­vier­te und unter­schätz­te (von ande­ren Dumm­hei­ten der Thäl­mann-Füh­rung abge­se­hen). Die fata­len Fol­gen die­ser von Sta­lin inspi­rier­ten Poli­tik sind bekannt. Eini­ge Leu­te in der Lin­ken sind offen­bar kom­plett geschichts­blind und unfä­hig, etwas zu ler­nen. Ich fra­ge mich, war­um die FLZ solch eine Sua­da glaubt ver­öf­fent­li­chen zu müssen?

  3. Mojns Hanns! Es gibt eine sehr star­ke Korel­la­ti­on zwi­schen der Ver­in­ner­li­chung des Anti-»Stalinismus« einer­seits und ande­rer­seits dem Anti-DDRis­mus, dem Anti­kom­mu­nis­mus, Anti­so­zia­lis­mus, Anti­hu­ma­nis­mus usw. Die LÜGEN des Anti-»Stalinismus« kon­di­tio­nie­ren für vie­le ande­re. Das ist Wis­sen­den seit lan­gem bekannt: sie­he Kurt Goss­wei­ler! Und Du gibst ein treff­li­ches Exem­pel. Lei­der. Was wäre dar­an links? Gar »unab­hän­gig links«?

    Also: Wer die Anklä­ger waren und sind, ist bekannt: Die Blöd Zei­tung, die Staats­an­wäl­te haben abge­schrie­ben, und die Rich­ter hät­ten mit 150 %iger Sicher­heit genau so geur­teilt. Das ist gar kei­ne Fra­ge. Wie als die DDR Grenz­sol­da­ten ab 1990 und lan­ge vor dem ers­ten Pro­zeß gegen sie zu »Mau­er­schüt­zen« umbe­nannt waren. 45 Jah­re zuvor hat­ten J. Goe­b­bels und sei­ne Unter­ge­be­nen den deut­schen »Land­sern« (Waf­fen-SS und Ukro- und bal­ti­sche HIWIS usw. inklu­si­ve) die Hecken­schüt­zen agi­tiert, um ihnen – die meis­ten gut »christ­lich« erzo­gen, das sofor­ti­ge und gern auch öffent­li­che Exe­ku­tie­ren die­ser Men­schen zu erleichtern.

    Kei­ne kon­kre­te, mas­sen­me­dia­le Erzäh­lung wie­der K.D. belegt Pädo­phi­lie. Den Unter­ta­nen genüg­te, er sei nach § 176 ange­klagt. Also muß­te er sich nicht küm­mern: Wie es die Straf­tat eigent­lich defi­niert? Das Argu­ment ›Pädo­phi­lie‹ belegt nichts über K.D., son­dern daß der Erzäh­ler voll und ganz auf der Pro­pa­gan­da-Schleim­spur der Besat­zer durchs WWW rutscht.

    KURT DEMM­LER WAR NICHT PÄDO­PHIL! Und Pädo­phi­lie war und ist kei­ne Straf­tat. Weder in DDR, noch in der Brd. Die Brd-Straf­tat, die damit gemeint ist, heißt: Kinds­miß­brauch. Die Straf­tat, die auf Grund der diver­sen Anti-Demm­ler Erzäh­lun­gen von vor 1990 infra­ge stün­de, ist aber eine ande­re. Da geht es um Sex mit jun­gen Frau­en, die das 16 Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben.

    Das feh­len­de Straf­ur­teil durch das mora­li­sche zu erset­zen und damit auch post­hu­man hin­zu­rich­ten, ist ne alte katho­lo- und Nazi Metho­de. Sie­he: »Der ewi­ge Jude« und »Jud ›Süß« . Bei­de aller­höchst faschis­ti­sche Film »Kunst«.

    Das mit dem Zwei­fel ist rich­tig, aber wo soll­te der her­kom­men, wenn der ScheiSS-Staat genau so tole­rant und plu­ra­lis­tisch ist, wie sie ist? Da es wider die DDR nur eine Mei­nung gibt, die der jesus­fun­da­men­ta­lis­ti­schen Staats­fa­schis­ten? Und auch Du ja nicht reagiert: Ah, isja inter­es­sant, habe ich noch nie gehört/​gelesen, werd ich mal drü­ber nach­den­ken­auf auf die EIN­ZI­GE wirk­lich ande­re Demm­ler-Fall-Dar­stel­lung, die Dir wohl jemals begeg­net ist. 

    Wel­che Ver­tei­di­ger Demm­lers meinst Du? Die Du jemals auch nur ein 1000stel so auf­merk­sam zur Kennt­nis genom­men hät­test wie die LÜGE, er sei ein Pädo­phi­ler gewe­sen. Und die vie­len Sub-LÜGEN. Wel­che Argu­men­te? Wel­che Quellen?

    Was meinst Du mit »schril­ler Ton«, der dich stö­re? Fin­dest Du die Lügen wie­der Demm­ler schrill? Ich kann es nicht lesen. Ist Dir schrill, was dem Lärm der Staats­pro­pa­gan­da wider­spricht? Prak­ti­zierst Du die sel­be Pro­pa­gan­da-Asym­me­trie wie die Staats­dik­ta­to­ren? Wer Haß und Het­ze der Diä­ten Hei­nis, der Minis­ter und Kanz­le­rie­nen, der Regime-Medi­en wider­spricht, ver­brei­tet – angeb­lich – Haß und Het­ze. Haß und Het­ze der Sys­tem­lin­ge hei­ßen aber nicht »Haß und Het­ze«, son­dern meis­tens gar nicht, ansons­ten ›Nach­rich­ten‹, ›ein­ord­nen‹, ›Plu­ra­lis­mus‹ usw. 

    Was wäre an der Pro­pa­gan­da der KPD vor 1933 »unse­li­ge Dik­ti­on«? War­um die pfäf­fi­sche »See­le« als Argu­ment? In unse­ren DDR- Geschichts­bü­cher wur­de die KPD-Paro­le zu den Reichs­prä­si­den­ten Wah­len 1932 erzählt und per Foto doku­men­tiert: »Wer Hin­den­burg wählt, wählt Hit­ler, wer Hit­ler wählt, wählt den Krieg«. Unse­lig? Die Sozen haben pro­pa­giert: Mit Hin­den­burg Hit­ler ver­hin­dern. »Selig«? Die­se his­to­ri­sche Tat­sa­che wur­de seit 1990 total-gleich­ge­schal­tet ver­ges­sen gemacht, daß die Hann­sens und Graafs von »unse­li­ger Dik­ti­on« zu schrei­ben. Denn über die KPD wird – egal zu wel­cher Zeit – immer nur erzählt, was staat­li­che Erzäh­ler leicht denun­zie­ren zu kön­nen mei­nen. Man­no! Ein wesent­li­ches Instru­ment die­ser Unter­ta­nen-Ver­pei­lung: Der Anti-»Stalinismus«. Die Thäl­mann­schen waren ja schließ­lich auch »Sta­li­nis­ten«. Wen stört, daß sie sich nie selbst so nannten?

    Ana­log die ande­ren Denun­zia­tio­nen: »rela­ti­vier­te und unter­schätz­te« und von wegen »von ande­ren Dumm­hei­ten«. War die oben zitier­te poli­ti­sche Ein­schät­zung und Vor­aus­schau Rela­ti­vie­rung? Unter­schät­zung? Wie hät­ten die Kom­mu­nis­ten, über­zeugt von der Rich­tig­keit ihrer Ein­schät­zung denn mit den Ver­rä­ter-Sozen und über sie reden sol­len? Die mit Hin­den­burg Hit­ler ver­hin­dern wollten?

    Ich emp­feh­le hier Kurt Tuchol­sky: Der schlimms­te Feind… Tucho war kein Kom­mu­nist. Auch des­sen Argu­men­te wur­den aus der öffent­li­chen Wahr­neh­mung seit 1990 gestri­chen. War der auch so ein Dum­mer? Dei­ner Mei­nung nach? Der Koran ersetzt nun mehr und mehr deut­sche anti­fa­schis­ti­sche Autoren. Vor 50…60 Jah­ren waren es die Tex­te der »Frank­fur­ter Schu­le«, die Dutsch­kes usw. Und die Hann­sens fal­len auf den Schwach­sinn rein. 

    Und dann als Orgas­mus Dei­ner Ver­pei­lung: »Die fata­len Fol­gen die­ser von Sta­lin inspi­rier­ten Poli­tik«. Alles von den Brd-Staats­me­di­en, in den staat­li­chen Unis gelehrt. seit Jahr­zehn­ten. Pri­ma links!

    Wie die Regi­me­lin­ge den ewig auf der goe­b­bel­schen Schleim­spur »unbe­lehr­bar« wan­deln­den Ago­ita­to­ren dann bei ande­ren Unbe­lehr­bar­keit dia­gnos­ti­zie­ren. Adler und Fromm und Maaz und Habeck das Gebähr­böck­chen und Kon­sor­ten las­sen Grü­ßen. Ich emp­feh­le als Ein­stieg den schon erwähn­ten Goss­wei­ler. Furr ist eben­falls ein guter Stoff, belehr­bar zu sein und zu wer­den. Viel­leicht ver­stehst Du dann, war­um JEDE!!! lin­ke (die ein sol­ches Adjek­tiv wert ist) und sowie­so jeder, die Argu­men­te zur Kennt­nis neh­men soll­te. Wozu sie über­haupt erst ein­mal bekannt gemacht wer­den müssen.

    Die Art und Wei­se, wie Du das The­ma Demm­ler mit dem The­ma Sta­lin ver­bin­dest, ist typisch für total fascho-staats-gläu­bi­ge Unter­werf­lin­ge. Und alles ande­re als links. Wenn man das Adjek­tiv so ver­wen­det wie bis 1990 üblich. Der frü­hes­te bekann­tes­te Agi­ta­tor die­ser Sor­te hieß Trotz­ky. Goe­b­bels erkann­te sei­nen Wert und war einer sei­ner ers­ten und aktivs­ten und wir­kunsmäch­tigs­ten För­de­rer. Sei­ne Pro­pa­gan­da pro­fi­tier­te sehr.

    1. Du ver­stehst nichts! Weder begreifst Du, dass die Gleich­set­zung von BRD und Faschis­mus falsch ist, noch wel­che fata­len Fol­gen die KPD-Poli­tik vor 1933 hat­te. War­um kam damals kei­ne Arbei­ter-Ein­heits­front zustan­de? Wegen der Poli­tik von KPD, SPD und ADGB. Trotz­ki hat genau das kri­ti­siert. Das Goe­b­bels Trotz­ki geför­dert hät­te ist nur eine dum­me Lüge, zeigt aber, dass Du nur ein bor­nier­ter Ideo­lo­ge bist, mit dem zu dis­ku­tie­ren kei­nen Zweck hat. Das The­ma ist damit für mich erledigt.

      1. aha: wer ande­rer mei­nung ist, ver­steht nichts. wer als ver­folg­ter DDR-bür­ger seit 1990 in einem faschis­ti­schen regime zu über­le­ben ver­sucht, begreift angeb­lich nicht, was er begreift. die fata­len fol­gen des sozi­al­de­mo­kra­tis­mus wer­den der KPD (mit) in die schu­he geschoben: 

        die kom­mu­nis­ten haben sie spre­chend agi­tiert, die ein­heits­front, die sozen zurück­ge­wie­sen. und sie auch her­bei­sin­gen wol­len z.b. mit dem »ein­heits­front­lied«: brecht, eis­ler, busch, beken­nen­de kom­mu­nis­ten. hat­ten die sozen irgend etwas ähn­li­ches? nein: die woll­ten mit der wahl hin­den­burgs hit­ler ver­hin­dern. die kom­mu­nis­ten sag­ten 1932: »wer hin­den­burg wählt, wählt hit­ler, wer hit­ler wählt, wählt den krieg!« so kam es auch, denn die sozen wähl­ten hin­den­burg, anstatt thäl­mann. und der brief der finanz­ka­pi­ta­lis­ten an den reichs­prä­ser h. bewirk­te die ein­set­zung hit­lers als kanz­ler. hät­ten die kom­mu­nis­ten sich die­sen sozen­blöd­sinn unter­wer­fen sol­len, kön­nen, dür­fen, um eine »ein­heits­front« der idio­ten, kapi­tu­lan­ten, mord­bei­hel­fer zustan­de zu bringen?

        ich glau­be Dir nicht, daß das the­ma für Dich erle­digt ist, ein trotz­kist trotz­kis­tet wei­ter. und ver­sucht es wie­der und wie­der bei leu­ten, die sich nicht aus­ken­nen und die rich­ti­gen bücher nicht gele­sen haben.

        was die tra­die­rung trotz­kis­ti­scher lügen angeht, erhellt die lek­tü­re der goe­b­bel­schen tage­bü­cher, die anfang der 1990er als »wis­sen­schaft­li­che« edi­ti­on her­aus­ge­bracht wur­de. na dann, trotz­kis­te mal flei­ßig weiter!

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