Russland und Humanismus

Ansichten: 116
Lese­zeit2 min

Leserbrief zu »Anna Karenina fliegt aus dem Schulunterricht«

War­um Welt­li­te­ra­tur in der Ukrai­ne und auch in den EU-kapi­ta­lis­ti­schen Staa­ten aus­sor­tiert bzw. dis­kri­mi­niert wird, hat doch einen ganz ande­ren Grund als den Krieg USA-Russ­land, der in der Ukrai­ne aus­ge­tra­gen wird. Der wah­re Grund der Ver­leug­nung von Welt­kul­tur, die in Russ­land ent­stan­den ist: Sie passt nicht in das Sys­tem der welt­wei­ten faschis­ti­schen Ten­den­zen, die auf der Erde fröh­li­che Wie­der­kehr fei­ern. Und beson­ders die deut­schen Poli­ti­ker ver­schlie­ßen davor die Augen. Dabei hät­ten wir Deut­schen allen Grund, auf­merk­sam und wach­sam zu sein!

Ich weiß von mei­nem Deutsch­leh­rer in der Schu­le, dass die Sowjet­uni­on, als sie von Deutsch­land und Co. über­fal­len wor­den war, kei­ne deut­schen Bücher und und Autoren ver­bo­ten hat. Ganz im Gegen­teil! Mein Leh­rer hat es per­sön­lich erlebt, dass z. B. mit Begeis­te­rung die Wer­ke von Hein­rich Hei­ne gele­sen wur­den. War­um das wohl? Die Völ­ker der Sowjet­uni­on wuss­ten, dass Hit­ler nur ein Teil Deutsch­lands war und ist. Und das der größ­te Teil der Men­schen in Deutsch­land mora­lisch gut und ehr­lich ist.

Ganz anders han­deln die Ukrai­ne, die USA, die NATO und die EU. Die Gier nach Macht, nach Geld und Pro­fit ver­kleis­tert die­sen Leu­ten die Augen. Könn­ten die­se NATO-Krei­se den­ken, es wäre nie zu die­sem Stell­ver­tre­ter-Krieg auf dem Rücken der Ukrai­ne gekom­men. Es ist auch wahr, dass der größ­te Teil des ukrai­ni­schen Vol­kes gegen die Regie­rung in Kiew und gegen den 2014 von ihnen ange­zet­tel­ten Krieg ist. Die­se Regie­rung in Kiew besitzt nicht das Ver­trau­en der ukrai­ni­schen Bevölkerung!

Ich kann Frau Anna Brod­ski-Krot­ki­na nicht als Sla­wis­tin anse­hen. Da ich Tol­stois Wer­ke ken­ne, weiß ich, was in ihnen steht. Die­ser Frau hat sich das gan­ze aus den Fin­gern geso­gen, damit es zu dem von der Ukrai­ne ver­ord­ne­ten Natio­na­lis­mus passt. Mit der Wahr­heit hat die Mei­nung die­ser Dame nichts zu tun. Ich bin ganz sicher, die­se Frau kennt weder Dos­to­jew­ski, Ler­mon­tov, Alex­an­der Pusch­kin und Maxim Gor­ki. Selbst Johann Wolf­gang von Goe­the schrieb sich mit rus­si­schen Wis­sen­schaft­lern und Künstlern!

Und von Sei­ten Deutsch­lands wird die­ser ukrai­ni­sche Quatsch beden­ken­los nach­ge­plap­pert. Dabei wird nicht recher­chiert, ob das wahr ist oder nicht. Die kapi­ta­lis­ti­sche Kli­en­tel hält dies für wahr und rich­tig, was die ukrai­ni­sche Regie­rung ihr vor­lügt – schließ­lich passt dies ja in den staat­lich-gesell­schaft­li­chen, von den Regie­run­gen ver­ord­ne­ten Rus­sen­hass. Vor dem Krieg ster­ben nicht allein die Wahr­heit, son­dern auch der Ver­stand und die Vernunft!

Kurt Wolf­gang Rin­gel ist Mit­glied im Deut­schen Frei­den­ker­ver­band, Lan­des­ver­band Nie­der­sach­sen, von des­sen Web­site frei​den​ker​.org der Text über­nom­men wurde

Link zum kri­ti­sier­ten Zei­tungs­ar­ti­kel: https://​www​.braun​schwei​ger​-zei​tung​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​a​u​s​l​a​n​d​/​a​r​t​i​c​l​e​2​3​5​6​7​6​6​9​3​/​W​a​r​u​m​-​U​k​r​a​i​n​e​-​A​n​n​a​-​K​a​r​e​n​i​n​a​-​i​m​-​S​c​h​u​l​u​n​t​e​r​r​i​c​h​t​-​v​e​r​b​i​e​t​e​t​.​h​tml

Bild: В. N. Mesh­kov. Leo Tol­stoi bei der Arbeit in der Biblio­thek in Jas­na­ja Poljana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.